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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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kann sie höchstens unverändert erhalten. Bei jederAenderung der anziehenden äußeren Kraft muß auch eineAenderung der Gestalt eintreten. Ist diese anziehendeKraft aber eine beständige, so müssen auch in jeder ge-gebcncn Entfernung von ihr die Linien ab und llc einbestimmtes Verhältniß zu einander, und zugleich zu deräußeren Anziehung haben. Ist weniger Masse da, alsin diesem Falle angenommen worden, so daß die großeAchse nicht gleich ab (Fig. 7) werden kann, so wirdder Körper um so mehr sich der Form (Fig. 6) nähern,je kleiner er ist, kann diese aber erst erreichen, wenn dieMasse unendlich klein geworden; wenn aber mehr Masseda ist, als für den vorherigen Fall angenommen wor-den, so wird die neue Masse sich nicht in gleich dichtenconcentrischcn Schichten um die Wasscrlugcl Fig. 7 le-gen, und ab vergrößern, wie ccl; wollte sie dies, sowürde sie dennoch bis fast nach a herabgezogen werden,oder die äußere Anziehung müßte stärker werden. Sielegt sich daher mehr an die Seiten an, als nach oben,und vergrößert die Linie ccl stärker als ab, um so mehr,je mehr Masse hinzukömmt. Es muß daher der Falleintreten, daß cleae ce; aber es kann auchcl« ce größer als a s werden, wie dies in Fig. 8dargestellt ist, welches eigentlich nur der umgekehrte Fallvon Fig. ä, 5 oder 6 ist. Eine Figur der Art erhältman, so wie man eine Quantität Quecksilber auf eineebene Eisenplatte ausgießt, oder Wasser auf einen Tisch,der mit Bärlappsaamen bestreut ist. Nehme» wir vonder flüssigen Masse in Fig. 8 nach und nach immermehr weg, so wird die Gestalt sich in demselben Maaßeder von Fig. 7 und dann von Fig. 6 nähern. Daß