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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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87
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noch neue Niederschlage bilden, da die Menge des Was-sers durch die wiederholten Niederschlage so bedeutendabgenommen haben muß, daß es viel niedriger stehn,und sehr wahrscheinlich die großem Unebenheiten derErde nicht ganz bedecken wird. Alles, was jetzt gesche-hen kann, sind theilweise Auflösungen des schon früherGebildeten, und Auswaschungen; und da die abermaligeAenderung des Schwerpunktes neue Zerstörungen derOberfläche veranlassen muß, so wird das Wasser beson-ders die Vertiefungen mit zerstörten Massen und mitTrümmern bedecken. Doch wird diese Aenderung nichtso große Verheerungen bewirken, als die vorhergegan-gene, weil sie selbst weniger groß ist. Das Wasser hatabgenommen, daher ist die Masse des Verschiebbaren ge-ringer, und eben darum die Aenderung des Schwer-punkts kleiner als vorher. Die neueren Zerberstungenzeigen sich auf der Erde nicht so bedeutend, als diealten. Bei weiterer Drehung wird sich alles wiederho-len. Nur möchten wohl in keiner Stellung neue Nie-derschlage erfolgen können; wenigstens würden sie höchstunbedeutend sein, und bei der geringeren Wassermengemehr die niedrig gelegnen Punkte bedecken.

Die Geognosie muß es ausmitteln, wie viele Was-serbedeckungen, die bloß lokalen kleinen abgerechnet, an-zunehmen sind; daraus wird sich ergeben, wie oft dieErde in die angegebenen Stellungen zurückgekehrt ist.Kennt man die Zahl dieser Wasserbcdeckungen für EinenPunkt, so kennt man sie damit für die ganze Erde, so-bald nur die Lage desselben auf der Erde bekannt ist.Eine Menge anomaler Erscheinungen der Geognosie wer-den sich wahrscheinlich lösen und aufklären, wenn mau