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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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92
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rande Eurvpens und Afrikas nähert. Doch muß dasöstliche Amerika noch eine Formation mehr haben; dannnimmt die Zahl jedoch wieder ab, so daß die westlicheHälfte nur Urgcbirge, Uebergangsgebirge und aufge-schwemmtes Land haben könnte.

Wir haben hier nirgend auf lokale FormationenRücksicht genommen, und eben so wenig auf die durchdie chemischen und galvanischen Kräfte der abgelagertenSchichten bewirkten Umwandlungen der Gesteine, durchwelche sich die sogenannte Trappformation und die Vul-kane bildeten. Daß sie sehr bedeutend auf die Gestal-tung der Länder eingewirkt, und häufig die Lage derSchichten geändert haben müssen, ist leicht einzusehen.Es gehört jedoch dies auseinanderzusetzen, nicht zu un-serem Zwecke, und mag einer besonderen Untersuchungvorbehalten bleiben.

Ebbe und Fluth.

Hat die Erde vorher eine langsame Drehung ge-habt, so muß diese sich irgend einmal in eine schnellereverwandelt haben, so wie wir sie jetzt finden. Ich mußes unentschieden lassen, ob dies allmählig oder plötzlichgeschehen, und was die Veranlassung dazu gewesen.Vielleicht gaben die Niederschlüge die Veranlassung zurAchsenänderung, und diese zur schnelleren Drehung, sodaß beide zu gleicher Zeit eintraten. Die höhere Mecha-nik mag untersuchen, ob Eines aus dem Anderen folgt.Bei der Ungewißheit, in der wir bis jetzt über dieKraft sind, welche die Rotation bewirkt, läßt sich dar-