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Ebbe nur 4 bis S Stunden '). Eben so zu Porto-bello *) **).
Zu Michillimakinak in Canada ist zur Zeit des Neu-und Vollmondes nur einmal in 24 Stunden Ebbe undFluth ***).
Vergleicht man diese Angaben, so sieht man, daßalle diese Punkte entweder zwischen, oder doch in dieNachbarschaft unserer isometrischen Linien liegen. Siedienen folglich als Beweise für die Richtigkeit der vor-getragenen Theorie.
Eine andere Erscheinung vermochte die bisherigeTheorie ebenfalls nicht zu lösen; warum nämlich Ebbeund Fluth sich in gewissen Gegenden vorzugsweise sostark, in anderen so schwach äußert. Vergleicht manunsere, oben S. 47 gegebenen Tabellen, so sieht man,daß auch dies eine Folge der Erdgestalt ist. Wir habenS. 49 und SO gezeigt, daß die Ebbe und Fluth besondersum den Punkt s sehr stark sein müsse. Wir wissen, daßdies Ostindien ist, wo schon seit alten Zeiten dies Phä-nomen seiner Stärke wegen bewundert wurde, und Alex-ander und sein Heer in Staunen versetzte. Hier sindjwei starke Ebben, eine starke und eine schwache Fluth.Bei k aber sind zwei starke Ebben und zwei starkeFluchen. S. die Tabelle S. 47. Zwischen k und awird demnach diese Erscheinung sich in der größtenStärke zeigen müssen, wie die Erfahrung abermals er-
*) Ebendas. Th. IX. S. 2 Z.
**) Ebendas. Th. IX. S. 72.
***) Ebendas. Th. XIV. S. 2L8.