101
giebt. Zu Cambodja , Pegu und Tunkin findet man diehöchsten Fluchen ').
Nach unserer Theorie müssen die Ebben an man»chcn Orten stärker sein, als die Fluchen, und an an-deren wieder umgekehrt. Auch dafür sprechen Beobach-tungen. So ist z. B. an der Küste von Angola sehrstarke Ebbe und schwache Fluth ").
Es ergicbt sich ferner aus unserer Theorie, baß dieFluchen uud Ebben an den meisten Orten innerhalb 24Stunden eine abwechselnde Stärke haben müssen. Soist B. in Kamtschatka , wie im weißen Meere, in 24Stunden eine kleine und eine große Fluth; die große ver-ändert sich Wechselsweise in eine kleine, und die kleine ineine große '").
Bei den Inseln des grünen Vorgebirges ist ordent-liche Ebbe und Fluth. Im Juni, Juli, August undSeptember sind die Fluchen stärker als die Ebben; imNovember und December umgekehrt s).
In England sind vom Mär; bis zum Septemberdie Abendfluchen höher, als die Morgenfiuthen. VomSeptember bis März aber umgekehrt sf) u. s. w.
Dies erklärt sich aus unserer Theorie sehr genü-gend, wenn man den dafür aus der Newton-
*) Otto Hydrographie S.5Ü5.
»* * ***) ) Allgem. Historie der Reisen Th. IV. S. 637.
***) Allgem. Historie der Reisen Th. XX. S. 375. Aus-führlicher in Kraschenninikows Beschreib, von KamtschatkaS. 20Z.
s) Ebendas. Th. H. S- 163.
-j-h) Hsxxeli» IVluiului ruirsbilis x. 179-