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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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Fig. 14 wird er grade darin liegen; in jeder anderenmuß er außer ihr fallen.

Stellen wir uns vor, daß der Körper, wie er inFig. 14 dargestellt wird, so zerschnitten würde, daß dieSchnittfläche durch den Aequator geht, so werden beidedadurch gebildeten Stücke einander gleich sein.

Geht die Schnittfläche durch die Linie ab, so sinddie beiden Stücken ebenfalls gleich, da auf der einenso viel Land und Wasser ist, als auf der andern.

Geht die Schnittfläche aber durch die Linie, sokönnen beide Stücke nicht einander gleich sein, weil xl,größer als xa ist. Will man eine Schnittfläche suchen,welche den Körper in dieser Richtung halbirt, so mußsie außerhalb x nach a hingelegcn sein. Der jetzigeSchwerpunkt liegt in Fig. 14 rechts von diesem Punkte,Den wir m nennen wollen, in Fig. 16 aber links.

Da nun in dieser letzten Stellung die AnziehungDes Mondes oder der Sonne das Bestreben haben wird,den Punkt x näher an a zu bringen, so daß er gegenletzteres liegt,' wie in Fig. 14 gegen b; oder da dieAnziehung xa in Fig. 16 gleich xd in Fig. 14 machenwill; so wird der Schwerpunkt jetzt in Fig 16. rechtsvon r» fallen müssen, während er vorher links lag.

Da sich nun die Erde um ihren Schwerpunkt dreht,so muß die Drehungsachse sich in 24 Stunden etwasandern, und würde sich um die ganze angegebene Größeändern müssen, wenn das Wasser nicht in der StellungFig. 16 die Halbkugel links mehr zu vergrößern strebte,als rechts. Hierdurch wird der neue Schwerpunkt»her an m gebracht. Jeder Punkt auf der Oberflächeder Erde wird daher während einer Umdrehung keinen