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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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Meeres an den südlichen Küsten der Nordsee und denSüdbaltischen Gestaden für einen Zug nach Süden, wienicht minder das Ansetzen der Polder, obgleich diese zu.gleich auch die Erniedrigung des Wasserspiegels bcwei.sen können.

Uebrigens bedarf es, um die allmählige Austrock-nung des Landes, und die Zurückziehung des Gewässerszu erklären, gar keiner großen Veränderung der Achse.Man denke sich den Fall, daß alle Gewässer »ur um 5Fuß niedriger würden, als sie jetzt sind; so würbe eingroßer Theil unserer Landseen, Sümpft und Morästeausgetrocknet sein. Wie viele es ihrer mehr geben würde,wenn das Wasser sich um eben so viel crhöhete, kannman ungefähr beurtheilen, wenn man sich des Ansehensunserer Gegenden in einem nassen Frühjahre erinnert.Um aber diese Erhöhung oder Erniedrigung von 5 Fußenzu bewirken, dazu ist eben keine große, sondern eine kaummerkbare Veränderung der Erdachse nöthig.

Es ist hier nicht der Ort, die Belege für diese Be-hauptung ausführlich beizubringen, da es einer größerenArbeit vorbehalten bleiben muß, das hier nur skizzirteweiter auszuführen. Der Wichtigkeit der Sache wegen,und um anderen Forschern die Mühe des Nachsuchenszu erleichtern, und zugleich Gelegenheit zu geben, derSache weiter nachzudenken, habe ich eine kurze Nach-weisung der Data, worauf sich diese Wafferverminde-rung stützt, als Beilage gegeben *).

*) Ich nehme diese Beilage jetzt zurück, da ich erst nachihrer Bearbeitung Hrn. von HoffS schönes Werk: Geschichte