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dieser Ansicht einer neuen Untersuchung zu unterwerfen,und eine Reduktion zu versuchen, die, wenn sie auch nurgenäherte Werthe geben könnte, doch bald zeigen würde,ob damit nicht eine bessere Uebereinstimmung zu erreichensei, als in der bisherigen Weise. Leider bleibt mir selbstnicht so viel Zeit, um mich einer so weitläufigen Arbeithinzugeben.
Auch aus Längengradmessunge» hat man versucht, dieGestalt der Erde, oder vielmehr, die Abplattung deS an-genommenen Erdspharoids zu bestimmen. Die bedeutendsteund sehr genau ausgeführte Arbeit dieser Art ist die, welchevon mehreren Astronomen und Geometern gemeinschaftlichin Frankreich und Italien in den letzten Jahren ange-stellt wurde. Brousseaud vollendete die Messung im Pa-rallel von 45° -43^ 12" zwischen den Meridianen vonMarcnncs bei Noyan und Genf . Nicolet und Pictet besorgten für diesen Theil die Längenbestimmungen. An dieseMessung schließt sich der durch Plann und Carlini inItalien bis Padua gemessene Bogen an. Der erste ausvier Theilen bestehende Bogen hat eine Länge von 565052,5Mctres, bei einem Unterschiede der Lange von 1741",51in Zeih und giebt die Größe eines Längengrades 77667,25Metres, also mit dem Mcridianbogen zwischen Greenwich und Formentcra verglichen eine Abplattung vonWird der gemessene Bogen bis zum Meridiane von Mai land verlängert, so erhält der Längengrad 77862,66 Metres,und giebt eine Abplattung von und wenn er end-
lich mit der italiänischen Messung von Plana und Carliniverbunden, und bis Padua ausgedehnt wird, so erhält mandie Länge des mittleren Längengrades — 77847 Metres,und eine Abplattung von Es ist merkwürdig, daß