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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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sich nicht merklich von der der nördlichen. (Das habeich schon im I. 1823 behauptet; vergleiche S. 168).

2) Beide sind größer als welche Excentricität anSden Ungleichheiten des Mondes gefunden ist.

3) Die Berechnungen der Pendelschwingungen einzeln fürdie südliche und die nördliche Halbkugel geben die Ab-plattung UNd /gr.

4) Die Parallelen haben keine regelmäßige Krümmung, unddie Erde kann daher nicht als ein regelmäßiges ellipsoidi-sches Sphäroid (solide de Involution) angesehen wer-den, wie dieses auch schon aus früheren Beobachtungenin der alten und neuen Welt hervorgeht. (Dies istnichts anderes, als was ich schon im I. 1823. be-hauptet habe).

6) Die Versuche zu Jle de France, Guam und Mowiverglichen mit denen zu Paris geben eine größereDifferenz der Pendelschwingungen, als mit der Theorieverträglich ist, und man muß daher eine bedeutendeUngleichheit der Erdgestalt an diesen drei Orten an-nehmen.

6) Wenn man diese drei Versuchsreihen wegläßt, welchedem Einflüsse örtlicher Bedingungen zu sehr unterlie-gen, so wird die mittlere Abplattnng des Erdballs ---gefunden, bei welchem endlichen Resultate derVersuche man vor der Hand stehen bleiben muß, bisdie vorliegende Frage durch fortgesetzte Versuche weitereAufklärung erhält*).

Dies Endresultat stimmt aber mit dem durch Sa-bine gefundenen so nahe überein, als es bei Beobach-tungen dieser Art nur zu erwarten ist. Letzterem verdan-

*) A. a. O. S. övo.