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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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alle Messungen; denn wenn sich die Resultate derselbennun einmal der herrschenden Ansicht fügen müssen — unddie früheren Pcndelmessungcn thaten dies auf eine vcrwun-dernswürdige Weise, da sie alle weniger als gaben, —so spreche man cö doch lieber aus, daß sie nicht erschüt-tert werden solle, und erhebe sie zu einem Glaubensar-tikel. Voraussehen kann man bereits, daß die Pendelmes-sungen, wie die Gradmessungen von nun an eine Abplat-tung geben werden, die sich zwischenund halt.Kürzlich hat Hr. R. Gauß eine neue Berechnung sämmt-licher Gradmcssungen durch Hrn. Dr. Schmidt veranlaßt,und dieses Resultat wird für sehr genau gehalten. Hier-nach ist die Abplattung und ein Meridiangrad

im Mittel — 57010,15 Toisen *). Vor zehn Jahrenwürde dieses Resultat noch als sehr unwahrscheinlich be-trachtet worden sein, denn damals hielt Biot noch fürzu groß. — Es kommt auf der ganzen Erde kein Kry-stall vor, dessen Gestalt, ungeachtet aller in ihm wirksamenKräfte, und ungeachtet der überwiegenden Anziehung derErde nicht durch Seitenkräfte und die Einwirkung stören-der Potenzen umgeändert worden wäre, so daß sich zwardas bei der Krystallisation thätige Gesetz darin erkennenläßt, eine Abweichung von der geometrischen Form aberjederzeit vorhanden ist. Die Erde aber, welche bei ihrerBildung eben so gut der Einwirkung von Seitenkräftenausgesetzt war, soll nun einmal ein regelmäßig abgeplat-tetes geometrisches Sphäroid sein, ungeachtet auch nichtein einziges Paar von Messungen dafür spricht, und die

) Gauß Bestimmung des Breiten Unterschiedes zwischen denSternwarten von Görtingcn und Alton«.