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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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Ringe des Saturns entschiede» nicht concentrisch sind, wasdann um so mehr für meine Ansicht spricht.

Wir können die um den Erdäquator aufgehäufte Erd-masse ebenfalls als einen Ring um den Erdmittelpunktbetrachten, (wie es auch oft schon geschehen), der aber soenge ausgefallen, daß er mit dem Erdkörper zusammen ge-wachsen ist. Wenn aber dieser Erbring sich den Gesetzender Anziehung gemäß gerade so um den Erdmittelpunktgelegt hat, wie es nach unserer Darstellung geschehen mußte,hat denn der Saturnring sich anders um seinen Mittel,Punkt legen können, so nämlich, daß die Radien von die-sem Mittelpunkte nach jenem Ringe verschieden werden?In der That wird sich diese Erscheinung schwerlich anders,als durch diese Annahme lösen lassen, und alsdann mußdoch, was für den Saturn gilt, für jeden anderen Welt«körper gelten.

Weniger beweisend, aber dennoch in diesem Zusam-menhange der Aufmerksamkeit wohl würdig, ist die Beob«achtung, daß auch der Horizoutaldurchmcsscr der Sonneverschieden ist, worauf ich schon S. 167 aufmerksam machte.Greenwicher Beobachtungen gaben den Aequatoreal-Halb-messer von 1765 bis 1776 zu 961",66 von 1776 bis1787 zu 960",22, von 1787 bis 1798 zu 959",77, undhiernach eine merkliche Abnahme in dem kurzen Zeitraumevon 33 Jahren. Aus sämmtlichen 33jährigen Beobach-tungen hat v. Lindenau den Werth solgendermavßen ent-wickelt:

1) 2034 Durchgänge am Passagen-Instrumente gaben den

Aequatoreal-Halbmesser — 960",55

2) 2026 beobachtete Zenith-Distanzen gabenden Polar-Halbmesser

— 962",91