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allerdings die Sommer überall wärmer, aber auch dieWinter überall kälter, als bei der jetzigen Stellung; daSKlima ist gleichförmiger, aber die Differenzen zwischen dergrößten Hitze und Kälte sind größer. Es ist nicht wahr-scheinlich, daß in einem solchen Klima tropische Gewächseund Thiere gedeihen können, wie wir sie doch von bier andurch alle folgende Perioden unzweideutig finden. Die inder Hauptsteinkohlen-Formation in ungeheurer Menge ein-geschlossenen Calamiten, Variolaricn, Lepidodendren, Sy-ringodendren, Schlothcimien, Annularien und Rotularicndeuten durch ihren ganzen Bau auf ein Klima, in wel-chem die belebende Wirkung der Wärme nicht durch starreKälte unterbrochen wurde, ja selbst viele der Verticillatcnsind den tropischen Farrenkräutern sehr ähnlich. Um des-willen erklärt letztere Annahme weniger, was sie erklärensoll, als die erstere, nicht zu gedenken, daß sie ohnehinschon unwahrscheinlicher ist.
Nach Brongniart*) tragen die Pflanzen dieser Pe-riode die Kennzeichen der Einfachheit in hohem Grade ansich; sie sind sämmtlich merkwürdig durch ihre geringeMannigfaltigkeit, durch die Einfachheit ihrer Organisation,und durch ihre Größe. Sei scheinen sämmtlich zu sechsverschiedenen Familien zu gehören, während wir jetzt nahean zweihundert kennen. Von diesen sechs Familien gehö-ren vier den Cryptogamcn, also den Pflanzen an, derenOrganisation die einfachste ist, eine den Monokotyledonen
*) 1.8 6Iods Vonie VI. Nr. 122 pag. 919, auszugsweise deutschin FroriepL Notizen XXIII. Bd. Nr. 7. S. 96 in dem Auf-sätze: Ueber die Natur der Pflanzenwelt, welche in den ver-schiedenen Epochen der Bildung der Erdrinde ihre Ober-fläche bedeckt hat.