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leicht mehr Fuß hoch, und die kycopodiaeeen der GattungI^itloäenäron haben selbst 60 bis 70 Fuß Höhe.
Bemerken wir nun, daß die Pflanzen dieser drei Fa-milien, die Farrn, Lycopodiaceen und Equisetaceen in feuch-ten und heißen Gegenden, wie z. B. im tropischen Ame rika und auf den Inseln deS asiatischen Archipels diegrößte Höhe erlangen, so können wir vernünftiger Weiseden Schluß machen, daß die Pflanzen dieser Zeit untereinem weit feuchteren und heißeren Klima, als dem dereben genannten Länder gewachsen sein müssen.
In Verbindung mit der Thatsache, daß in dieserEpoche die zu den Cryptogamen gehörigen Arten von Pflan-zen die überwiegend größte Zahl ausmachen, sucht Brong-niart es wahrscheinlich zu machen, daß die ganze in dieserEpoche lebende Pflanzenwelt eine Inselflora gebildet habe.Man findet nämlich auf den vom Festlande entferntestenInseln in der gegenwärtigen Erdepoche weit mehr Farrnund Lycopodien, als auf dem Festlande, und zugleich neh-men die Phanerogamen ab, so daß auf den einzeln liegen-den Inseln, z. B. Ascension, Tristan d'Acunha rc. dieseFamilien die Phanerogamen an Zahl wohl übertreffen, oderwenigstens ihnen gleichkommen mögen. Hieraus schließt er,daß in jener Zeit die freie Fläche der Erde nur Inselnoder zerstreute Archipele mitten in einem ungeheuern Oceanohne große Festländer gebildet habe.
Diese Schlußfolge scheint mir aber nicht vollkommenrichtig, und ich halte dafür, daß man besser folgender,maßen argumentirt.
Wir finden dermalen die meisten Cryptogamen unddiese überwiegend und vorherschend in der kalten Erdzone.In keinem anderen Erdstrich treten sie so bedeutend auf,