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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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wuchsen. Auch der Bernsteinbaum bedeckte große Streck-ten, und scheint gesellschaftlich, wie unsere Fichten gelebtzu haben. Eine Menge Blattabdrücke rührt von Bäumenher, die den Gattungen Vilmrnmn, t^uercus, .^Inu5, k-seu-elnplatunus und 8ulix sehr nahe stehen.

Nach Brongniart aber findet sich in dieser Epochekeine Spur unserer jetzigen Dikotyledonen, und eben sowenig von Palmen. Die Cryptogamen zeigen sich in ei-nem ungeheuren Verhältniß; die Familie der Farrnkräu-lec allein bildet ein Drittel, nnd mit den Cycadeen undZapfengcwächsen in Verbindung fast die ganze Pflanzen-welt. Merkwürdig ist es, daß auch die hier in Rede ste-henden Pflanzengattungen aus dieser Periode einen Gradvon Entwickelung zeigen, wie man ihn fast bei den jetztin den Tropengegenden wachsenden antrifft. Die kleinstenderselben würden heutzutage wenigstens dem Klima desVorgebirges der guten Hoffnung nnd Neu Hollands an-gehören. Eben so merkwürdig ist in dieser Periode dasVorhandensein der beiden Familien der Cycadeen und derZapfcngewächse, in dem sie eine Art von Uebergang ausder vorigen in die folgende Periode, in welcher die Diko-tyledonen vorherrschen, anzuzeigen scheinen. Außerdem istdie Vegetation dieser Periode reicher an Arten aber ärmeran Gattungen, als die folgende, dagegen weniger reich anArten, aber reicher an Gattungen, als die erste. NachBrongniart haben jetzt noch keine Säugethiere, sondernnur Reptilien gelebt, welche von den jetzigen verschieden,bedeutend größere Individuen darboten.

Sehr reich hatte sich die Klasse der Würmer ausge-bildet, und es muß darunter ungcmein prächtige gegebenhaben. Es erschienen eine Menge von Arten, welche vor-