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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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330
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her fehlten; dagegen sind schon jetzt, nach dein Nieder-schlage der Kreide die vorher so zahlreichen und zum Theilso schönen Geschlechter der Ammoniten und Belenmitenauögestvrben.

Zahlreicher als früher erscheinen die Fische und In-sekten; unter letzteren sind viele, deren jetzige Gattungsver-wandte nur in der heißen Zone der Erde leben. Unterden Amphibien sind Krokodile und Schildkröten vorherr-schend. Ohne Zweifel war die Klasse der Vögel schonrecht reich, obwohl nur wenige Reste davon übrig geblie-ben sind, da sie allein den herandrängenden Ueberschwem-nmngen aus dem Wege gehen, und sich auf unbedecktbleibende Stellen flüchten konnten.

Dagegen zeigen eine große Menge von Ueberbleibselnuns eine ansehnliche Menge von Ouadrupeden, zum Theilvon colossalen oder auch wohl sehr abweichenden Formen,z. B. Mastodonten, und es ist nicht unwahrscheinlich, daßmanche erst in den späteren Formationen zum Vorscheinkommende Thiere jetzt schon vorhanden waren. Der Menschaber, wie der Affe fehlten noch.

Tertiär - Gebirge.

Indem die Erde ihre Stellung Fig. 13 verließ, undin die von Fig. 10 überging, wurden die beiden Continentewieder mehr und mehr unter Wasser gesetzt. Fast jedes-mal ist das erste Resultat einer Bedeckung deS längereZeit entblößt gewesenen Bodens ein Kiesel-Conglomerat«Gebilde, wozu wahrscheinlich die durch atmosphärischenEinfluß zertrümmerte Felsdecke das Material und die nächsteVeranlassung lieferte.