los, welche mit den schon während der dritten Tertiär-Formation abgelöseten Brocken die Gebirgsabhänge, unddie in den Buchten gelagerten Eisfelder bedeckten. In densüdlicheren Gegenden konnte dies weit weniger der Fallsein, denn das Klima änderte sich um so mehr, je weiterdie Gegenden von dem neuen Aequator entfernt lagen. Dadieser aber den alten in zwei«« Punkten durchschnitt, sowird in der tropischen Zone die klimatische Veränderungwenig merklich gewesen sein, während sie unter dem Polar-kreise von außerordentlicher Größe gewesen sein muß.
Am meisten war das Wasser bei dieser Veränderungbetheiligt- Auch ihm konnte nicht gleich die schnellere Be-wegung deS Erdkörpers mitgetheilt werden. Eö blieb zu-rück, und ein heftiges Stoßen und Stauen gegen diesich von West nach Ost dagegen bewegenden Gebirgsrücken,ein heftiges Aufwühlen und Auswaschen der sich in der-selben Richtung unter ihm fortschickende» Erdrinde muß dieunmittelbare Folge davon gewesen sein. Sie wird sich als eineheftige Bewegung des Gewässers von Ost nach West zuerkennen gegeben haben, so wie die zurückbleibende Luftals ein Sturm aus Osten, der die Verheerungen des Wassersbedeutend verstärkte.
Allein durch die größere Schwungkraft häufte sich daSWasser unter dem neuen Aequator auf, mehr als dies jeunter dem alten der Fall gewesen. Es mußte sich ebendarum von den Polen zurück, und gegen jene Gegend hin-ziehen, indem es nun die Form eines abgeplatteten regel-mäßigen Sphäroids annahm, dessen kurze Achse in dieneue Drehungsachse der Erde fiel. Dadurch entstand je-ner, auf den Figuren 14 bis 22 dargestellte Zustand derErde, indem die beiden dort als successiv entwickelten Zu-