Buch 
Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
Entstehung
Seite
378
JPEG-Download
 

37S

auch wohl gar nicht geschehen ist. Ein 2.ZZ° von denalten Polen entlegener Durchmesser war daher mit demihn bedeckenden Wasser fast eben so groß, als die Achsemit ihrem Wasser. Es sei die Große jenes Durchmessers c?, die der Achse <1, und die Höhe des über jedembefindlichen Wassers a. Man sieht nach dem Mitgetheil-ten leicht, daß <l < a sein kann.

Nun aber mag das Wasser durch irgend eine Ursachegenöthigt werden, sich von ch hinweg zu ziehen, dagegenüber <1 zu steigen, so wird <1- 4 -s, auch ohne aufden Zuwachs des Wassers über cl zu sehen, somit alsodie kürzeste Linie des ganzen Körpers, und weil das Wassersich unter dem Aequator sogleich dem gemäß stellt, bei derDrehung eine freie Achse.

Man vergesse nicht, daß die fetzige Achse nur inder bisherigen Ansicht, und bei der jetzigen Drehung aus-schließlich die kürzeste Achse des Körpers ist. Ursprünglichund nach unserer Ansicht gab es so viele gleiche, als eSin dem durch cpd Fig. lO rechtwinklich geführten SchnitteDurchmesser giebt, und es hing von zufälligen Umstandenab, welcher eine Drehungsachse wurde; ein jeder hatte einefreie Achse gegeben. Die kleinen Achsen unseres Körpershaben ihre Größe nicht der Abplattung durch Drehung zudanken, denn dies gilt nur für das Wasser, und bloß dieNiederschlage haben darin einige Veränderungen gemacht.So gut wie ein Ei sich um jeden Duerdurchmesscr alsum eine freie Achse drehen kann, und wie eine SchichtWasser, welche dasselbe bedeckte, sich immer um den neuenAequator aufhäufen, und von den Polen zurückziehen würde,wo man auch dieselben in dem Schnitte, der durch denMittelpunkt geführt, einen Kreis giebt, nehmen möchte.