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deswegen auf die Vorrichtungen und Mafchineazur Refpiration gefunder Luft viele Aufmerk-famkeit; die meiften hydraulifchen Schriftftel-ler thun hiervon Erwähnung. In Bergwerkenwird die unterirdifche Luft, die der BergmannWetter nennt , durch die Ausdünftungen derGrubenarbeiter, durch den Dampf der Gruben-lichter , durch die in Fäulnifs gebende Zimme-rung , durch mineralifche und meifientheils ar-fenikalifche Auswitterungen , und durch denDampf des verfch offenen Grubenpulvers ver-fchlimmert; und diefe, fo wie mehrere andereDinge tragen, einzeln und vereint, zur Schäd-lichkeit diefer Luft bey. Zur Erleichterung desUtbels der böfen Wetter in den Gruben, wel-che für die Arbeiter fo fehr gefährlich find,dient die Eigenfchaft der Luft, dafs alle Thei-le derfelben ein Gleichgewicht unter einanderzu halten lieh bemühen. Sobald daher einezum Athemholen untaugliche Luft von ihrerStelle vertrieben wird, eben fobald drängt liehin denfelben Raum die zunächlt benachbartegefundere Luft ein. Die erfte Regel ift daherhierbey in die Gruben eine immerwährende Be-wegung der Luft zu bringen, wodurch fie im-mer rein, und in einer beftändigen Mafsigungvon Wärme und Kälte gehalten wird. Manmufs zu dem Ende erft den Weg, welchen die
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