Buch 
Anleitung vielerley Lebensgefahren, welchen die Menschen zu Lande und zu Wasser ausgesetzt sind, vorzubeugen, und sie aus den Unausweichlichen zu retten : zusammengetragen aus zwey gekrönten Preisschriften
Entstehung
Seite
12
JPEG-Download
 

12

ftärkte. Sie hatten damals eine gute Kühlung vonOft - Nord - Oft. Um Mitternacht zeigte Geh in Nord-Oft eine bleiche und ins Blaulichte fallende Hellig-keit; ein neues Zeichen, dafs der Sturm gleich los-brechen würde. Und in der That war der Windunverzüglich ftrifch?« Nun nahmen Ge die Segel desFokmaGes ein, reften das grofse Segel ein, undliefen nur unter dem einzigen Segel des Befanmaßes.Gegen zwey Uhr Morgens verdoppelte Geh die Hef-tigkeit des Windes, und Ge legten Geh vor demWinde. Der Sturm ward unerhört flark, aber dasSchiff hielt feinen Strich , und durchfchnitt die Wel-len ungemein leicht. Um acht Uhr Morgens liefenGe die Stange vom Befanmaft uni 4 bis 5 Fufs nie-der, und Ge liefen fehr gut, befonders wenn eineeinzeln fchwärzere Wolke Regengüffe hinabfehütte«te, denn alsdann war die Heftigkeit des Windesüber alle Befchfeibung. Das Meer blieb lang un-ruhig und gieng hoch, aber Ge liefen vor dem Win-de fo fchnell , daTs die Wellen Ge falt nicht be-netzten.

Es ift eine ausgemachte Sache, dafs vor dem heftigftenSturmwinde, in der heiffen Zone, fehr fchönes Wet-ter vorhergeht , und ein leichter, ganz lieblicherWind aus einer in der Zeit nicht gewöhnlichen Ge-gend , oder ein ftarker Regengufs oder Regengewöl-lre und Windfiillen zugleich.

D ampi er.

In der Zeit der Monfons uuifs man, fo lang die Nord.Oftwinde wehen, Acht geben, wenn die Wolkenbeym Sonnenuntergang roth bleiben , fo bedeutetdas Nordwind. Wenn man hie und da auf dem

Waffer