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tän M’ Kay und dreyzehen Mann am Leben»Diefe Perfonen wurden auf dem verunglücktenSchiffe zurück ge!affen , und lebten drey undzwanzig Tage ohne Nahrung !,, Ein Umftand ,den man nicht glauben könnte , wenn er nichtgehörig beftättigt worden wäre»
In der Befchreibung, welche der CapitänM' Kay von der allerfchrecklichflen Lage derSchiffsmannfchaft macht , bemerkter, dafs dieEmpfindung des Hungers fie bis zum fünftenTage gewaltig quälte , und dafs hierauf dernoch unerträglichere Dürft erfolgte, Diefe Mar-ter wurde aber fehr gelindert, fo oft die Klei-der diefer Unglücklichen vom Regen durchge-netzt wurden. Da diefe Erleichterung aber nureine kurze Zeit dauerte, fo nahm der CapitänM' Kay zu folchen Mitteln Zuflucht, die erbey der Hand hatte. Obwohl Seewaffer, wel-ches er in ziemlicher Menge trank, ihn fiarkpurgierte, fo hat es ihn dennoch zugleich felirerfrifcht. Er kaute auch Stücke Bley, welchesihm einen frifchen Speichelflufs verfchafte, undauf diefe Art den Harken Dürft verminderte. Sooft der leere Magen durch vermehrten SchmerzNahrung forderte, verfuchte er durch Zufam-mendrückung der Magengegend mit beydenHänden, lieh Linderung zuwege zu bringen, unddiefes brachte auch immer fogleich den er-
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