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Anleitung vielerley Lebensgefahren, welchen die Menschen zu Lande und zu Wasser ausgesetzt sind, vorzubeugen, und sie aus den Unausweichlichen zu retten : zusammengetragen aus zwey gekrönten Preisschriften
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auch dann noch auf obige Art zu retten , daman faey der angegebenen Methode feine Kräf-te nicht fonderlich verbraucht, und bey einerganz mäfsigen Anftrengung ftündlich drey Vierth.meilen vorwärts macht. Wie leicht bringt über-dem ein glücklicher Zufall etwas herbey, dasdie Rettung erleichtert, ein Bret, ein Stück Holz,ein Boot. Aber der Hunger? Menfchenhaben lieh drey Tage und Nächte im ftiirmifchenMeere dem Winde und Wellen Preis gegeben,an umgefchlagenen Fahrzeugen feftgehalten , fo,dafs die Fingerfpitzen wund waren, und ebenfo lange Zeit den Hunger ohne viel fchmerzlicheEmpfindung ertragen. Doch wozu wäre es gut,dem Unglücklichen feinen einzigen Stab, auf dener fich noch flützt, zu zerbrechen? Gewifs iftes dienlicher ihn auf die fchauderhafte Begeben-heit des holländifchenCapitäns Bont ehoe hin-zuweifen, auf ein Abentheuer, das diefer bi-dere, derbe Mann im indifchen Oceane über-hand; dienlicher ihm noch den Rath zu geben,alle überflüfsige Kleidung abzuwerfen, wenn erlieht, dafs der Schiffbruch unvermeidlich ift, undirgend ein Nahrungsmittel, d as vom Seewaffernicht leicht durchdrungen wird , zur fürchterli-chen Wafferrreifc mitzunehmen, Ueberdem findSchiffbrüche im offenen Meere weit feltener als

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