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Von dem neu entdeckten Planeten / Johann Elert Bode
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Zeiten des Eudoxus, bis wenige Jahrhundertenach Christi Geburt, suchten unter andern grie-chischen Astronomen besonders: Hipparchus undptolomäus, eine richtige Theorie des oft sonder-bar erscheinenden Laufs dieser Himmelskörpervergebens, uyd auch ihre richtige Stellung untersich und gegen die Wonne konnten sie nicht aus-machen. Im sechstenJahkhundertder christlichenZeitrechnung erloschen die Wissenschaften wieder bei-den Griechen, und in dem barbarischen Zeitraumvom Jahr Christi 8ov bis lzoc) flüchtete dieStern-wissriifchäft zu den^Atabern oder Saracenen. Alssie wieder im hreyzehnten Jahrhundert nach Eu?ropa zurückkehrte, verfehlten die Astronomennoch über zwey Jahrhunderts hindurch eine rich-tige Kenntniß des Planetenlaufs und ihrer An-ordnung im Sonnensystem. Endlich kam vor2ZO Jahren, Ropernikus, setzte die Erde selbstunter die Planeten, und suchte eine Lehre vom

Sontten-

sondere Planeten. Mach Venus ist vermuthlichrer, wegen seiner Lichtstärke, eigenen Bewegung, und«eil er fast das ganze Jahr hindurch sichtbar ist, alsein Planet bemerkt worden; dann folgte Mars, wegen' seiner noch merklichern Fortrückung, und weil er zu-weilen als ein ziemlich Heller Stern sich zeigt; hier,auf erst Saturn, wegen seines matten Lichrs und sei,nersehr langsamen, Bewegung. Endlich Merkur, derwegen seiner seltenen Erscheinung in der Abend- oderMorgendämmerung ohne Zweifel am spätesten ent,deckt wurde.