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Sonnenbau, welche-schon, wie man sagt, voneinigen griechischen Weltweisen, aus derPythago-rischen Schule, anerkannt worden, wieder her-vor, die denn auch, ob gleich in der Folge nochUnwissenheit und fromme Vorurtheile der War-heit viele Hindernisse in den Weg legten, endlichdurchgehends als die richtige erkannt und allge-mein eingeführt wurde.
So viel nun auch die astronomischen Kennt-nisse vom Eudoxus bisizum Ropernikus , durcheine Reihe von 1900 Jahren, mögen gewonnenhaben, so ist es doch völlig ausgemacht, daß wirseit dem Bopernikus, und vornemlich seit der erstvor etwa 170 Jahren geschehenen Entdeckung derFernröhre, noch ungleich weiter in dieser erhabe-nen Wissenschaft gekommen sind. Viele berühmteAstronomen dieses neuesten Zeitalters, haben denHimmelslauf mit »»ermüdetem Fleis beobachtetund die wichtigsten Entdeckungen gemacht; mitdem schärfsten Tiefsinn ausgerüstet, gleichsam dieGeheimnisse der Natur im Großen enthüllt unddie unwandelbaren Gesetze, nach welchen sich jeneKugeln des Himmels fortwälzen, glücklich aus-geforscht. Die Beobachtungskunst ist bey der An-wendung kostbarer und richtiger Werkzeuge, sowie die Berechnung des Laufs der Himmelskör-per, zu einem hohen Grade der Genauigkeit ge-bracht worden. Ueberhanpt hat sich nirgendsder menschliche Verstand so groß gezeigt, als inder Bearbeitung der Astronomie, und einmal aufA r dem