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Michael Scheffelts Unterricht vom Proportionalzirkel
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I. Vom Proportionalzirkel ubcrhaupt.

Man Hat befondere Proportionalzirkel fur Ingénieurs und Artilleristen, woraufsichblost i) Fortifìcatoria 2) Operum externorum 3) Operum campeAnuni

tmb 4) Mortarium dirigcns befinden. Allein ihr Gebrauch fàllt heut zu Tagevâlligweg, wie sich unten bey demUntcrrichk von der Finea fortificatoria ergeben wird. Wasfur Linien, austcr dm gewôhnlichen, von andern vorgefchlagen worden, ist in der histo-rilchen Einleitung angezcigt worden, worunter Lamdercs Einrichkung ohnstreitig denVorzug verdienet.

§. io. Nbthiger Handzirkel.

Der Gebrauch des Proporkionalziikels erfordert einen gnten Handzirkel von 5 bis 6Zollen. Bey cinem grosten Proportionalzirkel must man den Etangenzirkrl zu Hûlfe neh.mcn. Die grôstte Weite, die auf ihm genommen wcrden kann, ist allcmal kleiner, alS diedoppclte Lange einer feiner Linien. Denn weil bey vôlliger Orffnung des Proportionalzirkelsjedes Paar glcichnahmiger Linicn einen stumpfen Winkel macht: fo ist die Weite ihrer bey.den Endpunkte die dritte Seike eines gleichfchenklichten Dreyecks, welche nochwendig kleinerist, a>s dende ûbrigen Seitcn zufammengcnoininen, oder als die doppelte Lange einer salchenLinie. Nacii der Zeichnung Tab. i Fig. 1 ist jede Lime ; Zoll, ; ' Lin. Paris, lang, wozu al-so cin 6 Zoll langer Handzirkel gehôret, um die grôstte Weite ficher zu foffcn. Auf dem §. 5befchriebenen ist jede Linie n Zoll 4^ Lin. lang, wo alfo fur die grôstte Weite ein Handzirkelvon i Fust gehôrte, an desten Statt ein Stangenzirkel von 2 Fust genommen werden must.

§. ii. Auf wie vielerley Art die Weitm auf dem Proportioiralzirkel genommen

wcrden.

Eine Weite oder Linie wird auf einem Proportionalzirkel mit einem Hand- oder Stan.genzirkel genommen

I. Dinffe, çteiaòc, nacl) der Lange, wenn man den einen Fust des Zirkels in denMittelpunkt des Stifts, den andern aber in einen ThcilungSpunkt einer gegebenen Linie feht,der Proportionalzirkel mag ungcôffnet oder geôffnet feyn.

II. Trais uerfm, úbct uvc; d>, n a d? der Dreire, wenn man bey geôffnetemWerk.zeuge beyde Fûste des Zirkels in zwey Theilungspunkte eincs Paares gleichnahmiger Linien vongleichen Zahlen stellet. SolchcS gefcbiehct entweder, wenn man das Werkzeug bis auf einegegcbcne Write ôffnct, wo sich alfo die Oeffnung des Proportionalzirkels nach der Oeffnungdes Handzirkels richtet; oder, wenn man bey einer gegebenen Oeffnung des Proportionalzir-kels eine Weiee zwifchen zwey Punkten von gegebenen gleichen Zahlen nimmt, mithin dieOeffnung des Handzirkels durch die Oeffnung des Proportionalzirkels bestimmt wird.

Um den Vortrag abzukûrzen, wird hier ein fur allemal angcmerkt, dast z. E. eineLinie uderzwercb zw,jd)en ;ostcllen, fo viel anzeige, als eine Linie ûberzwerchoder trauxnerlìm Zwisd)en 50 und;o stellen, d. i. zwifchen beyde Punkte gleichnah-miger Linien, bey welchen die Zahl 52 stehek.

III. Obli.