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welche Comparatoren uns dort für unsere Messungen zur Disposition gestellt werden könnten. 1 .Die Antwort lautete insofern befriedigend, als man uns die Benutzung einer Waage, die beid1 Kilogramm Belastung beiderseits noch 0,1 Milligramm anzeige, sowie eines Längencompara- -tors, der noch 0,0001 Millimeter erkennen lasse, zusicherte. Da indessen die nähere Ein-richtung des letztem nicht angegeben war und wir befürchteten, es könnte möglicher- -weise das Glasmeter damit nicht verglichen werden, so beschlossen .wir, der Sicherheit halber rdurch die zuständigen Behörden in Paris bei dem mit der Construction officieller Maasseeund Gewichte betrauten Mechaniker ein jedenfalls passendes Metallmeter anfertigen zu lassen, i.Die eingezogenen Erkundigungen ergaben im Uebrigeu über die französischen Urmaasse und ddie mit deren Ueberwachung beauftragten Behörden Folgendes:
Die eigentlichen Urmaasse, bestehend aus einem Kilogramm und einem Meter ä bout tvon Platin, werden in den Archiven des Kaiserreichs in einem feuerfesten eisernen Schranke eaufbewahrt und stehen daselbst unter der unmittelbaren Aufsicht des Directors der Archive.:.Copieen dieser Urmaasse aus demselben Metall und von gleicher Form wie diese sind im nConservatoire des Alts et Metiers deponirt und befinden sich da unter der unmittelbaren nObhut des Conservators der Sammlungen, Herrn Silbermann und der Oberaufsicht des sDirectors und Unterdirectors des Conservatoire, Herren General Morin und Professor Tresca . i.Gemäss einem neuen Decret sind diese letztem Copieen allein zu den Vergleichungen mit tinländischen und ausländischen Maassen bestimmt und nur in ausserordentlichen Fällen, z. B.wenn Zweifel über ihre Richtigkeit entstanden sind, sollen Vergleichungen in den Archiven nmit den eigentlichen Urmaassen zulässig sein. Zur Ausführung solcher Vergleichungen befinden \sieb im Uebrigen auch nur im Conservatoire des Arts et Metiers die nöthigen Hülfsinstru- -mente. Das ganze Maass- und Gewichtswesen in Frankreich endlich ist unter das Ministerium \des Handels, Ackerbaues und der öffentlichen Arbeiten gestellt.
Ende März 1863 nahm der Eine von uns bei Steinheil in München die bestellten Maasse eselbst in Empfang. Leider war das Kilogramm, statt aus reinem Bergkrystall, aus Rosen- -quarz angefertigt worden und musste als unzuverlässig zurückgewiesen werden, wofür uns sdann Herr Steinheil ein von ihm in Paris bereits früher verglichenes vergoldetes Messing- -kilograinm überliess. Ein Kilogramm von Krystallglas, welches wir für einen andern Zweck kebenfalls bei Steinheil hatten anfertigen lassen, wurde nunmehr auch nach Paris zur Ver- -gleichung mitgenommen. Ausserdem wurden noch ein Satz kleiner kugelförmiger Bergkrystall- -gewichte, von 1 Gramm bis zu 1 Milligramm gehend, und zwei Geissler’sche Normal- -thermometer der eidgenössischen Eichstätte, welche der Eine von uns vorher sorgfältig' rgeprüft hatte, beigefügt.