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Bericht über die Arbeiten zur Reform der schweizerischen Urmaasse / von H. Wild
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Seite
7
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I. Abschnitt.

Die Urmaasse in Paris und die neuen

Muttermaasse für die Schweiz .

§ 1. Bericht über die Arbeiten zur Beschaffung neuer Muttermaassefür die Schweiz in den Jahren 1863 und 1864

Ich gebe zunächst im Wesentlichen ganz unverändert den dem Bundesrathe von HerrnMousson und mir über die Pariser Mission abgestatteten Bericht.

Tit.!

Nachdem der h. Bundesrath unterm 10. September 1862 auf Antrag des Departementsdes Innern die Deform der schweizerischen Muttermaasse (Meter und Kilogramm)beschlossen hatte, übertrug er am 5. November desselben Jahres diese Arbeit den Unter-zeichneten und bezeichnete sie zu dem Ende als Abgeordnete nach Paris . Dieselben glaubennunmehr, sich dieses Auftrages so gut, als es die obwaltenden Umstände gestatteten, ent-ledigt zu haben, und legen daher hiemit von dem Verlauf und Erfolg ihrer Mission demh. Bundesrathe geziemend Rechenschaft ab.

Sofort nach Ernennung zu Abgeordneten nach Paris begannen die Unterzeichneten damit,die nöthigen Vorbereitungen für die in Paris auszuführenden Maassvergleichungen zu treffen.Zunächst hielten sie die Anschaffung von neuen Muttermaassen für durchaus nothwendig.Die bisherigen Muttermaasse, das unvergoldete Kilogramm von Messing und das Meter ä boutvon Eisen, sind nämlich nicht bloss durch unvorsichtigen Gebrauch und mangelhafte Auf-bewahrung unzuverlässig geworden, sondern auch aus Materialien angefertigt, welche eineUnveränderlichkeit der Maasse nicht einmal auf kürzere Zeit garantiren. Demgemäss wurdehei Steinbeil in München , einem der zuverlässigsten Arbeiter in solchen Dingen, ein Metervon lvrystallglas mit sphärischen Endflächen und ein Kilogramm von Bergkrystall bestellt.Zugleich Hessen wir bei den zuständigen Behörden in Paris durch Vermittlung des schwei-zerischen Ministers, Hrn. Dr. Kern, daselbst Erkundigungen darüber einziehen, ob und