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anerkennenswerthen Weise unserer Arbeiten angenommen und fortwährend selbst dabei be-theiligt hat. Andererseits fühlen wir uns verpflichtet, unserm Minister in Paris , Herrn Dr.Kern, für seine wirksame Unterstützung und freundliche Aufnahme aucli hier unseru bestenDank auszusprechen.
Die Abgeordneten nach Paris behufs Erhebung und Erwahrungneuer Muttermaasse für die Schweiz :
Dr. H. Wild, Professor.
Dr. A. M. Mousson, Professor.
§ 2. Verbal-Process über die Vergleichung des Messingkilogramms von Steinheil mitdem ältern Platinakilogramm des Conservatoire.
Das vergoldete Messingkilogramm von Steinheil, das zum provisorischen Mutter-maass der Schweiz gewählt worden war und bei den Aufzeichnungen der Beobachtungen mitS bezeichnet wurde, stellt einen Cylinder dar, dessen Höhe und Durchmesser nahezu gleichund dessen scharfe Kanten oben und unten durch schiefe, angedrehte Flächen gebrochensind; dasselbe ist aus Einem Stücke und stark vergoldet. Nach den uns gütigst mitge-theilten Beobachtungen von Steinheil ist das specifische Gewicht desselben bei 0° gleich8,14454 und der cubische Ausdehnungscoefficient für 1° C gleich 0,000056346. Im Jahre1844 soll dasselbe zufolge der damaligen Vergleichungen des Herrn Steinheil in Paris imleeren Raume um 4,67 Milligramme leichter als das Archivkilogramm von Platin ge-wesen sein.
Das Platinkilogramm des Conservatoire des Arts et Mötiers, das im Beobachtungs-journal und im Nachfolgenden mit C bezeichnet ist, stellt ebenso einen Cylinder dar, dessenHöhe und Durchmesser sehr nahe gleich und dessen Kanten ganz schwach abgerundet sind;dasselbe besteht aus einem Stücke. Zufolge der Beobachtungen der Herren Regnault , Morinund Brix in den Jahren 1859 und 1860 ist dieses Kilogramm im leeren Raum um 2,025Milligramme schwerer als das Urkilogramm der Archive, und das Volumen desselben bei 0°gleich 52,1280 Cubik-Centimeter, also sein specifisches Gewicht bei 0° gleich 19,1836. Alscubischer Ausdehnungscoefficient des Platins für 1 0 C ist die Zahl 0,00002580 *) adoptirt worden.
*) S. § 29.
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