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Bericht über die Arbeiten zur Reform der schweizerischen Urmaasse / von H. Wild
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Comites für die Construction des neuen englischen Urniaasses vom Jahr 1854 1 ). Die ohigenzwei Einwände Hessels gegen das Strichmaass werden darin als nicht stichhaltig dargethan,zudem aber noch auf einige sehr beachtenswerthe Nachtlieile des Endmaases hingewiesen.Damit Endmaasse beim Gebrauche resp. hei Vergleichungen nicht abgenutzt werden, müssendie Enden aus sehr harten Materialien angefertigt werden, deren Befestigung an Metallstäben,selbst wenn die complicirte von Bessel heim preussischen Längenmaasse in Anwendung ge-brachte Methode dazu gewählt wird, immer etwas Unsicheres hat. Sodann hat ein Endmaassbei der Abnutzung immer nur die Tendenz seine Länge zu verkürzen, während beim Strich-maass, selbst wenn man da an eine eigentliche Abnutzung in Folge von Vergleichungendenken könnte, dieselbe ebenso gut im einen oder andern Sinne erfolgen würde. Uns selbstschien aber ein Strichmaass auch noch desshalb einen Vorzug vor einem Endmaass darzu-bieten, weil ja doch in der Praxis meistens nur Strichmaasse gebraucht werden, indem heiihnen allein mit den Enden übereinstimmende Unterabtheilungen anzubringen sind, Strich-maasse aber leichter mit Strichinaassen als mit Endmaassen zu vergleichen sind, und weilselbst bei der Vergleichung von Endmaassen die Werthe der Theile des Fühlliebelmierometersdoch wieder von einem Strichmaasse unter Benutzung eines Micrometer-Microscopes abge-leitet werden müssen. Endlich dürfte ein entschiedener Vortheil der bei Strichinaassen ver-wendeten microscopischen Vergleichung vor der bei Endmaassen anzuwendenden Fühlhebel-Vergleichung auch noch darin bestehen, dass im letztem Fall anhaftender Staub leicht Irr-thümer hervorbringen kann, die im erstem Fall unmöglich sind, und dass überhaupt dieBerührung des Maasses durch das Micrometer bei der Fühlhebel-Vergleichung Störungenverschiedener Art bewirken kann, die hei der erstem Methode ganz Wegfällen.

Die Vergleichung der Hesse/schen Fühlhebel-Messungen bei der Erstellung desPreussischen Längenmaasses mit den Filar-Micrometer-Messungen von Sheepshanksbei Construction des englischen Urniaasses ergiebt sogar für die letztem eine etwas höhereGenauigkeit. Ein Tlieil des Schraubenkopfs des Hesselsehen Micrometers entsprach/sooPar.-Linie, so dass bloss Vaooo Linie zu schätzen waren; dagegen repräsentirten 3 Theileder Libellen-Theilung heim Fühlhebel Vsooo Par.-Linie, was die Genauigkeit der Schätzungauf mindestens Isoooo Linie erhöhte. Gleichwohl betrug der mittlere Fehler einer Ver-gleichung im Anfänge biooo, später Vaooo und zuletzt bei den sorgfältigsten Messungen noch1 kooo Par.-Linie. Ein Theil des Schraubenkopfs des Sheepshanks'scheu Ocularmicrometers

*) Account of the Construction of the New National Standard of Lcngth. By G. B. Airy. Pliilo-sophical Transactions for 1857, part III. p. 690.