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§ 27. Barometer.
Das Barometer der Eichstätte, das zugleich als Manometer für die Waage mit Eiien-gehäuse dienen soll, ist ganz entsprechend dem Regnault’sehen Barometer und Manouetereingerichtet und von Hermann und Stader verfertigt. Drei cylindrisehe Glasröhren vor 18Millimeter innerem Durchmesser sind neben einander an einem Gestelle befestigt; dieäusserste auf der einen Seite von circa 000 Millim. Länge ist oben geschlossen und uiten,soweit sie in das Quecksilber des Gefässes eintaucht, zu einer feinen Spitze ausgezogen siedient als Barometer-Rohr und ist unter Verdünnung der Luft vermittelst der Luftpumpeund schwacher Auskochung des Quecksilbers darin sorgfältig gefüllt worden; die äussirsteRöhre auf der andern Seite von gleicher Länge ist als Manometer-Rohr bestimmt, zu lernEnde beiderseits offen und am obern Ende luftdicht mit dem zur Pumpe und dem Wiag-gehäuse führenden Bleirohre verbunden. Das dritte Rohr zwischen den beiden ist circa ;weiDecimeter kürzer, unten geschlossen und halb mit Quecksilber gefüllt, in welches das Ge-fäss des zur Ermittlung der Quecksilbertemperatur dienenden Thermometers — ein Gtiss-ler’sches Einschlussthermometer mit Theilung nach ’/s 0 Celsius und mit der Zahl 18,6 be-zeichnet — eiutaucht. — Das Gelass mit Quecksilber, in welches die beiden ersten Röireneintauchen, besteht aus Eisen und ist an den zwei breiten gegenüberstellenden Seiten dirchaufgepresste Spiegelglasplatten verschlossen. Die Messung der Barometer- und Manonnter-liöhe geschieht vermittelst einer Kathetometer-artigen Vorrichtung bestehend aus einem imQuerschnitt T-förmigen Messingstabe mit einer Millimeter-Theilung auf Silber, der andem die Röhren haltenden Gesttdl vermittelst einer Nuss drehbar aufgehängt und durch ‘inein ein Körner eingreifende Schraubenspitze unten in seiner Bewegung zu einer solchen umdie Längsaxe des Stabes beschränkt wird. Au dem Stabe lässt sich in der üblichen Wiiseeine Hülse mit Vernier, der Vso Millim. angibt, verschieben, welche Hülse ein um dnehorizontale Axe drehbares Ablesemikroscop mit Libelle- und Fadenkreuz trägt. Sie ist dircheine Mierometer-Schraube mit einer zweiten, festzuklemmenden Hülse verbunden. DreiStellschrauben an der Fussplatte des ganzen Instruments gestalten mit Hülfe der erwähltenLibelle die Axe des Stabes und damit auch seine getheilte Fläche vertikal zu orieiitiren. Beiden Einstellungen auf die Quecksilber-Kuppe in den Röhren und auf die Oberfläche desQuecksilbers im Gefäss wurde stets darauf gesehen, dass die Libelle am Ablese-Mikroscopgenau einstand. Zur sichern Einstellung des Fadenkreuzes auf die Oberfläche des Queeksillersim Gefass ist im Deckel des letztem eine unten in eine Spitze auslaufende Schraube aige-bracht, die jeweilen mit der Quecksilberoberfläche nahezu zur Berührung gebracht wird. Die