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Die Kunstwerke der belgischen Städte / erläutert von Jacob Burckhardt
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Lattich.

dem von S. Paul erbaut. Eine Reihe schöner Glas-geinäUlc im Chor enthalten die biblische Geschichte unddie Legende S. Martins. Die Glasgemälde des Quer-baues mit dem Datum 1575 sind sehr stark beschädigt.

Hinter S. Martin steht ein hübsches Haus imRenaissancestyl mit Muscheln über den Fenstern undfeinausgemeisselten Balkenköpfen; damit ist zugleichein byzantinischer Bogenfries recht geschickt verar-beitet. Es ist diess nicht der einzige Ort, wo dieRenaissance sich ihrer innern Verwandtschaft mit derByzantinik bewusst wird; der Thurm von S. Mathiasbei Trier und ein Nebonbau von S. Georg in Köln (rechts') sind ebenfalls im XVI. Jahrhundert mit lau-ter byzantinischen Motiven ausgeführt. Auch kanndiess nicht befremden; ist doch, wie die Renaissance,ebeu so auch die Byzanlinik eine wesentlich nur de-korative Bauart; beide sind noch dazu durch den ihnengemeinsamen runden Fensterbogen verwandt.

Noch ein Wort über den pont des Ar dt es,der eine so wunderbar malerische Wirkung macht. Erist um ltißO erbaut und somit lassen sich keine Detailsvon hoher Schönheit erwarten. Besonders fehlt einAufsatz Uber dem obersten Gesimse.

Die passaffe JLetnonttier, eine glasbc-decktc Bazargallerie, ist eine vereinfachte Nachahmungähnlicher Bauten in Paris und Mailand , mit zweiFacjadcn von etwas unruhiger Composition im Stylrömischer Palläste.

Wir durften uns um so eher erlauben, über einigeGebäude etwas weitläufig zu sein, da Lüttich durchmehrere Katastrophen um alle seine Gemälde gekorn-