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Die Kunstwerke der belgischen Städte / erläutert von Jacob Burckhardt
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107
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Brüssel.

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sich dem Rococo nähert. Sie enthalten Kaiser Fer-dinand UI. 1656; seinen Bruder Erzherzog Leopold Wilhelm ; Erzherzog Albert und seine Gemahlin Isa-bella 1663; Kaiser Leopold I. 1658. ln einem dieserBilder ist, wie in jenem Glasgemälde zu S. Jaqite»in Antwerpen , die Benutzung der Rubcnsschen Visi-tation nicht zu verkennen, ln derselben Kapelle be-findet sich das Denkmal des 1830 für die nationaleSache gefallenen Grafen Friedrich von Mcrodo, einWerk des Bildhauers Go efs; auf einem hohen Posta-mente liegt die jugendliche Heldengestalt, im Augen-blick des Verscheidens, auf den Arme gestutzt, mitder Rechten noch das Pistol haltend; sein Kleid, dienationale Blouse, an sich schon eine malerische Tracht,ist aufs herrlichste behandelt und gewahrt, nach allden ewigen Mantelstatuen eine wahre Erquickung.Das Glasbild im Hauptfenster, ein colossales jüngstesGericht von Floris, lliut der manierirten Zeichnungund des unglücklichen Gegenstandes wegen keine rechteWirkung.

Die Kirche ln chnpelle, 1140 gegründet.Das Hauptschiff in späterer gothischer Architektur;Kreuz und Chor gehören einem altern, niedrigem Ge-bäude an; ihre Hübe ist der der Abseiten des Langhausesgleich, während der angefangene Thurm auf der Mittedes Kreuzes jetzt mit dem obern Theilc des Schiffes untereinem Dache steht. Chor und Kreuz sind in spätemeleganten byzantinischen Styl erbaut; ersterer schlicsstin halbem Zchneck; im Innern freistehende schlankeSäulchen hart in den Mauerwinkeln, scheinbar dasGowiilbe tragend (ähnlich wio in Gross S. Martin zuKöln , in Heisterbach tt. s. w.). W ie am Chorumgang