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Sarg des ritterlichen Ehepaars, welches die Kirchegestiftet, leider verstümmelt. Neben der Kirche einziemlich hoher Thurm, auf viereckiger Basis ein halb-regulaircs Achteck. Unter demselben eine Nachbildungdes h. Grabes, Felsenkammcrn mit Lampenbeleuchtung.
Die vormalige Jesuitevhirche, jetzt S. Do-natian ist ein Gebäude des XVII. Jahrh. im gutenitalienischen Style, einfach und elegant.
Im ehapelle flu Saint • Sang , nebendem Hötel de ville , eine aus zwei Stockwerken be-stehende kleine Kirche nebst einem zur Seite ange-brachten höchst eleganten Treppenhause. Die Kircheselbst wird gewöhnlich spätestens unter Karl d. Gr.gesetzt, weil die vier Säulen, welche das untere Ge-mach tragen, von einer wahrhaft „ägyptischen“ Schweresind, wie sich z. B. Fcrrier ausdrückt, und weil dasuntere Gemach überhaupt eines der plumpesten Bau-werke ist, welche man finden kann. Gleichwohl kanndasselbe nicht vor dem XD. Jahrhundert erbaut sein;die Picdestale haben schon jene Eckblätter, die damalserst aufkamen, auch einige andere Details deuten beialler Plumpheit der Behandlung auf diese Zeit hin.Der byzantinische Styl hat sich eben nur in Deutsch land zu völliger Zierlichkeit und Freiheit entwickelt.Das obere Gemach, durch einen Doppelbogen in zweiTheile gctheilt, ist kaum neuer; der Anblick desselbenist höchst malerisch, besonders von der Westseite,wo man auch das wunderliche Thürmchen übersieht,dessen Alter wir nicht zu bestimmen wagen; es könntedem zwölften, aber auch dem sechszehnten Jahrhun-dert angehören. Im Innern: eine Kreuzabnahme von