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Die Kunstwerke der belgischen Städte / erläutert von Jacob Burckhardt
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151
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Brügge .

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Sarg des ritterlichen Ehepaars, welches die Kirchegestiftet, leider verstümmelt. Neben der Kirche einziemlich hoher Thurm, auf viereckiger Basis ein halb-regulaircs Achteck. Unter demselben eine Nachbildungdes h. Grabes, Felsenkammcrn mit Lampenbeleuchtung.

Die vormalige Jesuitevhirche, jetzt S. Do-natian ist ein Gebäude des XVII. Jahrh. im gutenitalienischen Style, einfach und elegant.

Im ehapelle flu Saint Sang , nebendem Hötel de ville , eine aus zwei Stockwerken be-stehende kleine Kirche nebst einem zur Seite ange-brachten höchst eleganten Treppenhause. Die Kircheselbst wird gewöhnlich spätestens unter Karl d. Gr.gesetzt, weil die vier Säulen, welche das untere Ge-mach tragen, von einer wahrhaftägyptischen Schweresind, wie sich z. B. Fcrrier ausdrückt, und weil dasuntere Gemach überhaupt eines der plumpesten Bau-werke ist, welche man finden kann. Gleichwohl kanndasselbe nicht vor dem XD. Jahrhundert erbaut sein;die Picdestale haben schon jene Eckblätter, die damalserst aufkamen, auch einige andere Details deuten beialler Plumpheit der Behandlung auf diese Zeit hin.Der byzantinische Styl hat sich eben nur in Deutsch­ land zu völliger Zierlichkeit und Freiheit entwickelt.Das obere Gemach, durch einen Doppelbogen in zweiTheile gctheilt, ist kaum neuer; der Anblick desselbenist höchst malerisch, besonders von der Westseite,wo man auch das wunderliche Thürmchen übersieht,dessen Alter wir nicht zu bestimmen wagen; es könntedem zwölften, aber auch dem sechszehnten Jahrhun-dert angehören. Im Innern: eine Kreuzabnahme von