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was dahin gestellt bleiben mag. In der Nähe findensich die altertümlichsten Häuser von Brügge , undan manchen Stellen glaubt inan sich völlig in dieZeit der van Eyck’s versetzt.
Dagegen bietet der Platz vor dem Hotel de villedie bunteste Musterkarte aller abendländischen Styledar, obschon die byzantinische Cathodrale S. Donationwio leider! so viele Cathedralen, in der französischen Revolution und Invasion geschleift worden ist. Wirhaben schon die Kapelle des heil» Blutes betrachtet,und wenden uns nun zu dem anstossenden
Hotel de ville» 1377 begonnen. Mit Unrechtwürde man diese Faqade nach ihrem jetzigen Zustandebeurtheilen; sechs schlanke Thürmchen zierten ehemalsdas Dach, 33 bemalte und vergoldete Statuen und 24Wappenschilder die Vorderseite. Natürlich ist bolder Zerstörung all dieses farbenreichen Schmuckesauch der Charakter der darauf berechneten Composi-tion verloren gegangen, und wir dürfen uns über de-ren mattes Aussehen nicht wundern. Gleichwohl machtdie grandiose Eintheilung der Fenster noch immerihre Wirkung. Man wird den Verlust jener Statuenum so mehr bedauern, wenn man die Schönheit allerSkulpturen erwägt, welche auf den Bildern der damalserwachenden van Eyck’schcn Schule dargcstellt sind,lrn Innern just bloss der Bibliotheksaal merkwürdig,und zwar durch die herabhängenden, doch nicht ge-stützten Gewölbe, welche in Deutschland so viel wienirgends,*) in Frankreich nur hie und da, in England
*) Höchstens in Gestalt von herabhängenden Schluss-steinen.