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Ende bald in der Mitte des Landes ihre Hauptentfaltung gefunden,so dass also z. B., wer die Blauen Kalke studiren will, nach Reut lingen , wen der Ornatenthon interessirt, in die BalingerGegend, und wem das Eisenerz Freude macht, nach Göppingen -Aalen sich begeben muss. Die Paricinsoni- und Farians-Schichten(Unterer Braun-e) schwellen dagegen in der südwestlichen Ecke (Wutach -und Randengebiet) am stärksten an, und dies nimmt im Schweizer Jura noch zu; denn der dort herrschende Hauptrogenstein, kreide-weisse Oolithfelsen mit eingesprengten Thoneisensteinkörnern, offenbareine Tiefseebildung, schwillt in der Gegend von Aarau und Solothurn bis 100 m an und vertritt doch nur unser Unter-e. Der Macrocephalus-Oolith freilich kommt durchs ganze Land vor und ist von Bopfingen (Ipf) bis in die Schweiz (Herznach im Frickthal) an der betreffendenLeitmuschel (Amm. macrocephalus) überall leicht zu erkennen. Schondadurch kennzeichnet sich der Braune Jura sehr wesentlich dem Liasgegenüber; noch viel bedeutsamer werden die Unterschiede, wenn manhinsichtlich der organischen Einschlüsse und der Schichtenglieder zwischenbeiden eine Vergleichung anstellt.
Die Petrefacten z. B. betreffend, so zeigt der Br. Jura beialler Mannigfaltigkeit und Schönheit doch weit nicht mehr dasbestimmte Gebundensein derselben an bestimmte Schichten,wie das im Lias in so ausgezeichneter Weise der Fall war. Eine ganzeReihe von Formen kommt in verschiedenen Lagern vor, so dass mannur selten mehr die trefflichen Leitmuscheln hat, wie bisher, auchkeineswegs dieselben Geschlechter und Arten durch das ganze Landsich vorfinden. So ist die Oa/ceeJa-Schicht (Gryphaea calceola, Br. ß)fast nur auf die nächste Umgebung des Hohenzollern beschränkt,die schönen .Asferias-Platten sind an die Personatensandsteine (Br. ß)der Göppinger Gegend gebunden. Der merkwürdige Korallen-horizont findet sich zwar ungefähr in derselben Höhe (Br. y) an denverschiedensten Stellen des Landes, ist aber doch immer nur ganzlocal repräsentirt u. s. w. Trotzdem natürlich fehlt es nicht an einerReihe von Petrefacten, die durch das ganze Land gehen und überallzu bekommen sind, so dass wir auch im Br. Jura je für die einzelnenSchichten wenigstens, ein und das andere typische Leitfossil aufstellenkönnen {Amm. opalinus für a, Amm. Murchisonae für ß u. s. w.). Ausaber ist es, und zwar für immer aus, mit den schönen, reinlichen»Zonen« oder »Betten « wie sie der Lias uns bot. Im engsten Zu-sammenhang damit steht dann auch das
Aufhören der scharfen Schichtengrenzen, so, wiewir sie bisher im Lias beobachten konnten. Nur selten kann manim Br. Jura (ausnahmsweise z. B. bei Braun ßjy in der Staufen-gegend) die Hand auf die Grenze legen, und es redet daher z. B.Quenstedt gerne von »Grenzregionen«, in denen Petrefacten derunteren und oberen Schichten sich mengen und diese selbst mehr oderweniger ineinander verschwimmen. Dies erschwert das Studium unserer