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Glaswald- und Elbachsee, nördlich vom Kniebis. Derselbe erwiessich bei genauer Beobachtung als entschiedener sogen. Circussee, d. h.als das Product mehrerer Moränen, deren Gletscher auf diesen einenPunkt zuliefen; der mittlere schuf dann in seiner Endmoräne die Barre,die das Wasser zum See staute. Regelmann will im ganzen gegen100 kleinere derartige Eisströme beobachtet haben, die dereinst vomKniebisstock zu Thal gingen. Ihre Spuren sind in den ausgehobeltenund z. Th. noch jetzt mit Wasser gefüllten Kesseln des Gebirgs zuerkennen; man besuche in dieser Hinsicht z. B. den sagenumwobenenalten Weiher in der Berneck, den Erdstall bei Schömberg , den Helmles-grund, das Kasparloch und andere im Reinerzauthal. Auch der Titi-und Schluchsee selbst verdanken ihr Dasein der Thalstauung durchMoränen. Dieselben Erscheinungen zeigt das Murg - und Enzgebiet,deren Höhen also auch einst vergletschert waren. Die Finkenwieseam Weg von Freudenstadt zu den Sankenbachfällen, das Jägerloch,die Kohlwies und andere sind solche ausgehobelte Thalwannen. DerLangenwald im Forbachthal, das von einem Gletscher ausgefüllt war,stellt sich als prächtige Mittelmoräne dar, die inselförmig zwischenzwei Wiesengründen ins Thal herabläuft. Nach Regelmann wären imSchwarzwald sogar ganz deutlich drei zeitlich von einander getrennteVergletscherungen nachzuweisen. Die erste und älteste zog sich bisauf 600 m der heutigen Meereshöhe herab; die zweite und stärkste(wohl unserer »äusseren Moräne« in Oberschwaben entsprechend) schobihre Eisströme weit ins Land hinaus., wohl bis in die Gegend vonBietigheim und Besigheim *. Der dritte Eisvorstoss (entsprechend wohlder »inneren Moräne« Oberschwabens ) erreichte nicht mehr ganz dieGrenze des ersten und ging nur noch bis etwa 670 m herab. Obwir auch von einem einstigen
c. Albgletscher
oder, wie 0. Fraas es ansah, von einer Bedeckung der Alb mitsogen. Innlandeis reden dürfen, ist eine andere Frage, die übrigensBranco entschieden glaubt verneinen zu sollen. Nicht als ob die Albetwa zu niedrig wäre, als dass sie während der Gletscherzeit einenzusammenhängenden Eismantel hätte tragen können. Wenn damalsdas ganze Schwarzwaldgebiet von 1500—800 m eine ununterbrocheneEiskappe trug, deren einzelne Gletscherströme theilweise bis 250 mzu Thal stiegen, wenn, wie nachgewiesen ist, die meisten deutschen Mittelgebirge vergletschert waren, so liegt nicht der geringste Grundvor, die Möglichkeit der nämlichen Erscheinung der Alb abzusprechen.Dagegen ist mit aller Bestimmtheit zu erklären, dass bis jetzt sichere
* Freilich bestreiten dies andere Forscher, wie z. B. Prof. Dr. Eb. Fraasden „Moränenschotter“, der zwischen Vaihingen , Besigheim und Ludwigsburg massenhaft liegt, lediglich als Hochterrassenschotter, d. h. als ttuviales oderhöchstens fluvioglaciales Gebilde erklärt.