über die Phæ⁊nomena von det Electricitæt 81
nachdeme man ein Glasrohr wohl electriſch gemacht, ſehr haͤuffig heraus, underſtrecket ſich auf ein conſiderables ſphæriſches Corpus, welches bey Hinzu-nahung eines andern ſowohl muͤhſam als gar nicht an ſich zu electriſirendenCoͤrpers, ſo von einer groſen Extenſion iſt, dieſem einen groſen Theil davoneommuniciret, und ihn damit, wie mit einer Atmoſphæra umgiebet, wie das97. 93. und 94. Experiment, auch einige vorhergehende Experimenta in derVII. Demonſtration zu erkennen geben. Ja es mag auch die eleckriſche Ma-terie an einem in zwey, drey und mehrere Theile abgehender Coͤrper bey Hin-zunahung des electriſirten Glasrohrs bey ihrer Sphera ſich in eben ſo vieleTheile zertheilend hinaus begeben, ſo weit es ſeyn kan, und zu gleicher Zeitnoch eine conſiderable Krafft in ſolchen verſchiedenen Gegenden exerciren,wie aus dem 77. 105. 106. 107. 108. Experiment zu erſehen; immittelſt magdoch dieſe Krafft bey kleinen Coͤrpern, wo die Materie mehr beyſammen iſt,(cc) und die Communication in einer eintzeln Gegend geſchiehet, um deſtobeſſer ausfallen. N
14. 1 dong es aber nun auch bey dieſen mehreſten Begebenheiten er-fordert wird, daß die eleckriſche Materie, mit ihrer Krafft, um die verlang-te Wuͤrckungen hervor zu bringen, gantz nahe zur Stelle behalten werde, ſolaͤſſet ſich ſolches, nech hier die fuͤnffte Eigenſchafft ausmachet, nach folgen-der Anweiſung gantz ſchicklich præſtiren: man muß nemlich die kleine Obiectaauf Coͤrper, die an ſich ele ckriſch gemacht werden koͤnnen, 3. E. auf ein Stuckvon einem Spiegelglaß, auf eine Platte von Siegel⸗ lace&c. da ein jedesauf einem glaͤſernen Geſtelle ſich zugleich befindet, legen(Beſ. die Anmerckun-gen der l. Demonſtration) ſo werden dann die Effluvia aus dem electriſir-ten Glasrohr mit denen aus ſolchen Materien ſtaͤts heraus gehenden Efflu-viis ſich in etwas vereinbaren, ſo wenig auch dern ſeyn moͤgen, und dabeyan dieſer Stelle aufhalten..
17. Will man aber dieſe aus einem electriſirten Glasrohr hervor-dringende Materie mit ihrer Kra t in der Nahe noch mehr an⸗ und zuruck-halten, und dabey die verlangte Wuͤrckung deſto mehr befoͤrdern, ſo iſt vonnoͤthen, daß man ſo wohl das Glasgeſtelle, als das darauf liegende Glas ꝛc.zuvor wohl erwaͤrme(Beſ. eben dieſe Anmerckungen der I. De monſtration)ſo werden die daraus in einer groſen Menge ſtaͤts in die Hoͤhe ſteigende ele-Etrriſche Efflu via, die ſich bey einer gar ſtarcken Erwaͤrmung durch den Geruchſpuͤhrſam machen, jene wohl an ſich halten und den Effeck, bey einer laͤngernDauer, um deſto lenſibler machen. ö
16. Ferner iſt auch die Erwaͤrmung bey den glaͤſernen und andern Ge-faͤſen ſehr dienlich, ja zum oͤffteſten gar noͤthig, da nemlich bey einer ſchickli-chen Waͤrme ſo wohl ein zu electriſirendes Glasrohr deſto mehr, zumahlnwann eine oͤffters anhangende Feuchte dadurch removiret wird, alsdanndurch das reiben eine groͤſere Krafft erhalt Beſ. den 2.§. des Il. Capitenſ
als
(ec) Mem., de! Acad. Roy. des Sciences pag. 277, A. 1733.