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Neu-entdeckte Phaenomena von bewunderns-würdigen Würckungen der Natur : welche bey der fast allen Cörpern zukommenden electrischen Krafft und dem dabey in der Finstern mehrentheils erscheinenden Liecht einige berühmte Mitglieder der preisswürdigen köngl. engl. Societaet der Wissenschafften vornemlich aber, Herr Hauksbee und Herr Gray in Londen und nach einer weitern Untersuchung, Monsieur du Fay in Paris durch viele Experimenta, zu unsern Zeiten glücklich hervorgebracht, und in unterschiedlichen Wercken dem Publico mitgetheilet ... / von Johann Gabriel Doppelmayr
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82
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32 Phyſicaliſche Betrachtungen

als auch ein leichterer Durchgang der electriſchen Materie durch mehr anderehohle tichte Coͤrper ſo gar auch durch metallene Gefaͤſe(Beſ. die kxperimenta derXII. Demonſtration) ſich ergiebet.(dd) Hingegen iſt die bey einem Glasrohrangebrachte ache groſe Waͤrme, oder die Hitze, auch wann das Glasrohrallzu ſtarck gerieben und dabet ſehr erhitzet wird, keinesweges nͤtzlich, indeme dieinwendige Lufft dadurch allzu ſehr verduͤnnet werden mag, ſo daß ihre elaſtiſcheKrafft alsdann, nach angeſtellter Electriſirung des Rohrs, um die electriſcheMaterie ohne Anſtand hindurch zu treiben nicht gleich im Stand iſt, welchesaber nach einiger Weile noch wohl geſchehen kan, wann das Rohr an der Hi-tze um ein merckliches abgenommen.(Beſ. den 3. ö. des II. Capitels,/17. Endlich iſt auch die Erwaͤrmung bey vielen durch die Communica-tion zu electriſirenden Coͤrpern, ſie moͤgen tichte oder fluͤſſig ſeyn,(ee) ſehr erfor-derlich, wie bey jenen das 69. 150. 151. 2c. 14. Experiment, bey dieſendas 18ste zu erkennen Her nach welchen der Ein⸗und Durch⸗gang der ele.eriſchen Materie bey ihrer continuirenden Krafft in den Coͤrpern dadurcham meiſten befoͤrdert wird. 5 N18. Ein ſtarcker Effect von der electriſchen Krafft zeiget ſich auch beytebenden Creaturen, und zwar ſo wohl bey den Menſchen als Thieren, in An-ſehung ihrer natuͤrlichen Waͤrme, dem 89. und 90. Experiment gemaͤs, dadurch dieſe eine groſe Menge von Effluviis aus ſelbigen Coͤrpern beſtaͤndighervor dringet, ſolche Waͤrme aber die aus einem ſchicklich applicirten Glas-rohr herausgehende tabtie ele ctriſche Theile meiſtens an ſich haͤlt, ſo daß als-dann eine gute Wuͤrckung folgen mag, welches aber bey den Coͤrpern, wannſie todt ſind, in keinem ſo ſtarcken Grad, weil die natuͤrliche Waͤrme alsdanngufhoͤret, mehr geſchehen kan, wobey aus dieſen in 4. S. beygebrachtenSaͤtzen gantz deutlich annoch zu erſehen iſt, wie, um die mehreſte Experimen-ta richtig dar zu ſtellen, die Waͤrme bey vielen, einen groſen, bey den mehre-ren aber, den meinſten Beytrag thun muͤſſe. ö19. Bey dieſer fuͤnfften Eigenſchafft iſt auch noch coaſiderable, daß beyvielen Eoͤrpern, nachdeme ſie mit einer gemeinen Farb tingiret, oder auch miteinem Pigmento ͤͤberſtrichen worden, ihre daraus ſich ergebende Effluvia,die aus dem Glasrohr producirte beybehalten, welches an ſich, da man nochnichts von Farben angebracht, nicht haͤtte geſchehen mogen: alſo koͤnnen z.E. die Seidenfaͤden, ſeidene Stricke, die blau gefaͤrbet ſind, bey ihren Efflu-viis die denen darauf liegenden oder daran hangenden Coͤrpern communi-eirte electriſche Effluvia an⸗ und am laͤngſten zuruck halten,(Beſ. dieAmnerckungen der VIII. Pemonſtration) welcher Effect bey roth⸗ ge-faͤrbten ſowohl ſeidenen als gemeinen Stricken nicht erfolget,(Beſ. das 144.1145. 146. Experiment) alſo daß nach jener Wuͤrckung keine blau ſeide-ne Fuͤden, Schnuͤre, Stricke, zu einer Communications linie dienen:wobey auch noch zu notiren, daß dieſe differente Effectus bey ſolchen Far-ben von ihren unterſchiedlichen Ingredientien eigentlich herruͤhren, wacheiffe-

(dc) Hauksbees Expetiments pag. 110.