2c2 Betrachtung vom Innern der Berge.
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Zehntes Hauptſtuͤck
vom
Innern der Berge.
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205. F.
Zisber haben wir die Berge betrachtet, wie ſie von auſſen in die Augen fal—len; es wird nicht undienlich ſeyn, auch ihre innere Beſchaffenheit unsvor Augen zu ſtellen. Zwar wiſſen wir davon ſehr wenig, weil wir mei
ſtens nur ihre Oberflache, und etwas weniges von der aͤußern Rinde damit ſie be-kleidet ſind, kennen, doch ſind einige inwendig durch naturliche Soͤlen, oder durch
die Begierde nach Erzen und andern Foſſilien, die ſich in ihnen befinden etwas be-kannter worden.
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Scheuchzer 4) vergleichet die Schweizerberge nicht unrecht mit großenthieriſchen Koͤrpern, deren aͤuſere Haut aus einer guten ſchwarzen ſehr fruchtbarenErde beſtehet, die Gebeine hohe und ſehr feſte Felſen ſind, die hier durch die Hauthervorragen, und ſich blos zeigen; vornehmlich wo die Erde die ſie vorhin bedecket,durch Waſſerfaͤlle und Sturmwinde iſt wegaeſpuͤlet worden. Der Regen ſelbſt nimmteinen Theil Erde mit in die Thaler(163. 5.) ſo daß endlich, wenn alles weggeſpuͤletiſt, an vielen Stellen die bloßen Felſen uͤbrig bleiben muͤſſen. Dieſes gilt von vie-ten Bergen in der Schweiz , wiewohl nicht alle dieſe Berge, viel weniger alle aufder Erdkugel mit ſchwarzer fruchtbarer Erde bedeckt ſind. Dieſe Erdrinde beſtehetaus verſchiedenen Lagen oder Schichten, die ſelten oder gar nicht horizontal uͤber ein-ander liegen, wie im flachen Felde, aber an einigen Oertern laufen ſie mit Kruͤm-mungen und Bogen, in Puͤnkten oder Graubuͤndterlande ſenken ſie ſich nachSuͤden zu, wieder im Urnerlande findet man einige Lothrecht aufgericht ſtehen, oderein wenig nach Suͤden geneigt, an andern Oertern der Schweiz liegen ſie ein we-nig nach Norden geneigt. Das wunderbarſte aber iſt, daß auf einigen Bergen,als dem kleinen Avemberge der oſtwaͤrts des groſſen ſtehet, nahe am Ulrner-See, die Lagen mit Winkeln und Beugungen laufen, ſo daß ſie einen ſcharfen Win—kel machen. Dieſe Schichten laufen erſt ſuͤdwaͤrts, und nachgehends niederwaͤrts
nach
) Hiſt. Nat. Helv. T. 1. 2. 110.