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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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Betrachtung vom Innern der Berge. 203

nach Norden, bekommen aber gleich wiederum eine neue Kruͤmmung und wendenſich nach Suden. Ich uͤbergehe viele andere Merkwuͤrdigkeiten von dieſer Schichten Lauf und Richtung; wer die hochdeutſche und lateiniſche Sprache verſtehet, fin-det davon mehr ber den Scheuchzern) und alles laͤſt ſich am beſten aus denAbzeichnungen verſtehen, die J. J. Scheuchzer von verſchiednen Bergen gegeben hat.

208. F.

Wie es tiefer in die Berge hinein ausſieht, kann man nicht anders erkennen,als daß man die Höhlen unterſuchet, welche Watur oder Kunſt in die Berge ge-macht haben. Wir wollen vornehmlich die naturlichen betrachten, und nur dievornehmſten und beruͤhmteſten kuͤrzlich anfuͤhren, weil ihre Menge ſo groß iſt, daßman unmoglich ein gehoͤriges Verzeichniß derſelben geben kann. In Frankreich iſt die beruͤhmte Grotte von Grenoble , Grotte de notre Dame de la Balme,genannt, die ſich beym Cingange wie ein hohes Gewölbe eroͤfnet, und einen groſſenSee in ſich enthaͤlt, der wohl eine Meile breit ſcheinet, wenn man den alten Nach-richten nachgehen will; doch Dieulamant, hat dieſe Hohle ſelbſt unterſucht, und ei-nen Bericht davon an die Koͤnigliche Akademie der Wiſſenſchaften zu Paris geſandt. c)Er fand daß der Eingang 4 bis 5 Toiſen breit, und 5 bis 3 Toiſen hoch war, un-ten an dieſen Eingange zeigt ſich ein Fluͤßchen, das ſich in die Rhone ergießt; die.ſe Höhle theilet ſich nachgehends in zweene beſondere Gaͤnge oder zwo Hoͤhlen; inder rechten Hand befinden ſich viele Eistroppen, die gleichſam durch den Felſen hintroͤpfeln, an der linken Hand ſieht man ſich Waſſer nieder ziehen, das zum Theildas Baͤchlein ausmacht, dieſes Waſſer faͤllt in ein natuͤrliches Behaͤltniß, unter denverſchiedene kleinere ſind, und das uͤberlaufende Waſſer, macht einige Waſſrfaͤlle.Im Innerſten der Hoͤhle befindet ſich eine Art einer Oefnung, die in den Felſen aus-gehoͤhlt iſt, und an dem unterſten Theile das Waſſer erſcheinet, das den erwaͤhntenBach meiſtens ausmacht: und dieſes hat man vor alters fuͤr eine groſſe See ange-ſehen, da es hoͤchſtens 1 Fuß tief iſt.

209. F.

Eine andere Höhle findet man in Bourgogne unweit Vermenton, nahebey einem Dorfe Arcy genannt, welche S. Perrault 4) ſehr ſorgfaͤltig beſchrie-ben hat. Man geht durch einen hohen und groſſen Bogen in ſie, ſo gleich aberverengert ſich der Weg, und erweitert ſich nachgehends wieder. Die Hohle ſelbſtſcheinet acht oder zehen Toiſen breit, iſt aber zwiſchen 2 oder 00 Toiſen lang,man kann wegen der Dunkelheit die kaͤnge nicht ſo genau beſtimmen. An einigen

Orten6) S. J. jac. scναονfR Eig. Nat.) S. Miſt. d. J Acad. 5. 4. U. f.Helvet. T. 1. p. 11. Jeg Und j. sc HE- 4) S. Le, Otuvr, 4. r EELRA ULT, f. 26

Ten Comm. Bon. I. I. p. 73. Jeg. S. auch& iv;b U,ννν,,nðr, Phil. Tram. N. 458.5. 548. Oc

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