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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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A N 213r e S SeEilftes Hauptſtuͤck

den brennenden oder feuerſpeyendenBergen.

225. 9.

Jisdieber haben wir die Berge als erhabene Theile des Landes angeſehen, dieweit vor den uͤbrigen herumliegenden Theilen hervorragen, ſo, daß wir die-ſelbige nicht anders betrachtet haben, als irrdiſche Korper, die von denuͤbrigen aus Erde zuſammen geſetzten Theilen unſeres Wohnplatzes im geringſtendurch nichts unterſchieden ſind, als nur, daß ſie in ihrem innerſten oft groſſe Hohlen haben, oder auch Erzgaͤnge in ſich enthalten, doch weil unter den Bergen einigegefunden werden, die bisweilen Rauch, bisweilen Flammen, und gluͤende Koͤrper, bis-weilen ganze feurige Stroͤhme hervor treiben, ſo wird es der Muͤhe werth ſeyn,dieſe etwas genauer zu betrachten, die vornehmſten von ihnen ſo ſorgfaͤltig als es ſich-thun laͤſt zu beſchreiben, und endlich die Urſachen dieſer Begebenheiten, nebſt ihrem.Nutzen, ſo viel ſich thun laͤſt zu unterſuchen.

225. 6.

Wir machen den Anfang mit den feuerſpeyenden Bergen in Europa von de-nen wir umſtaͤndlichere Nachrichten haben, als aus andern Welttheilen. Unter deneuropaͤiſchen nennen wir zuerſt den Berg Aetna , auf der Inſel Sicilien nicht weitvon Catanea gegenwaͤrtig Monte Gibello genannt. Wenn dieſer Berg zum erſten-male gebrannt hat iſt unbekannt, doch findet man ſeine Entzuͤndungen ſchon bey ſehralten Schriftſtellern erwähnt als beym Strabo) Plinius) Gvidius). Vir-

gilius 4) Lucretius ) Cornelius Severus 7) Seneca 2) und vielen andernderen

) Rerum Geogr. L. 6. p. 412. g. EA..) De Rerum Nat. Lil. 6. vt. 700. ſiqꝗ.Almilov. J) Pecul. Pobmate.4) Hiſt. Nat. E. 2. Cap. 10 6.& L. 3. C. 9.?) De Benef. L. 3. C. 37.& Nat. Qa.) AMetamorph. L. 14. vi. 1. /. L. 2. C. 39.J) Aeneid . E. 3. v. 569. Jeg.D.d 3