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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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214 Betrachtung von den brennenden

deren Benennungen mehr eine eitele Prahlerley anzeigen, als zum Nutzen desLeſers gertichen wuͤrden. Ich will mich alſo mit den Eszehlungen des Beroſusund Orpheus nicht aufhalten, weil dieſelbigen mit vielen Erdichtungen untermengtſind, woruͤber man Kirchern nachleſen kann, 7) auch will ich den nicht gaͤnzlichvon Fabeln gereinigten Zug, den man den herumirrenden Aeneas thun laͤſt, nichterwähnen, da er von den Cyklopen vertrieben, und durch den Brand des Aetna nach Virgils Erzehlung erſchreckt, Sieilien verlaſſen hat, welches nach einiger Ge-ſchichtkundigen Gedanken ohngefehe 1184 vor Chriſti Geburth geſchehen iſt. Nachdem Thuepdides hat dieſer Berg von der zweyten Olympiade, bis zu der 8sten,zmal ſehr heftig gebrannt.) Es ſcheinet auch, er habe niche lange darnach zmal,zu den Zeiten des Pythagoras und Empedocles gewuͤtet. Nachdem hat er vier-mal unter den roͤmiſchen Tonſulen gebrannt, wie aus dem Diodorus Stculus,und Polybius zu zeigen ware, und noch ſeine Wuth in den Jahren 139, 135, und136 vor Chriſto z) gewieſen. Hierauf folgte der erſchreckliche Brand, unter der Re-gierung des Julius Càſar , welcher nach den Diodorus Sieulus, Caͤſars Tobvorbedeutet hat, die See iſt damahls bis an die Inſul Lipara kochend heiß gewe-ſen, ſo daß die Fiſche ſind getoͤdtet und geſotten worden. Man findet noch verſchie-dene andere male angezeigt, daß der Aetna gebrannt habe, als unter den Caligula,zur Zeit des Märtyrer Todes der heiligen Agatha, unter Carl dem groſſen 812Jahre nach Chriſti Geburth. Vom Jahre 1160 bis 1169 iſt ganz Sicilien durch haͤu-ſige Erdbeben erſchuͤttert worden, und Aletna hat durch ſeinen Brand alles umlie-gende Land verwuͤſtet, ſelbſt die Hauptkirche zu Catanea, wobey der Abt Johan-nes mit ſeinen Moͤnchen umgekommen iſt. Nach dem hat man ihn noch verſchie-dene male Feuer auswerffen geſehen, vornehmlich in den Jahren 1284, 1329 bis 1333.1408, 1444 bis 1447, 1536 bis 1537, und 1633 bis 1639. Von den folgenden Ent-zuͤndungen haben wir ſorgfäaͤltigere und umſtändlichere Berichte, weswegen wir unsbey denſelbigen laͤnger aufhalten werden.

Im Jahre 1650 brante er an der nordlichen und oͤſtlichen Seite, und warfeine ſo groſſe Menge Feuer aus, daß ganze feurige Strome von ihm herab floſſen,welche die da herumgelegenen Plaͤtze uͤberſchwemmten und umkehrten, und daß dieſeVerwuͤſtungen nicht neu ſind, erhellet aufs deutlichſte daraus, weil die Einwohnervon Catanea, in der Tiefe von hundert Palmen, oder 68 Fuß Straßen, mit Mar-mor gepflaſtert, und viele andere Denkmale des Alterthums finden, woraus erhellet,daß daſelbſt vor dieſem praͤchtige Städte und Gebäude muͤſſen geſtanden haben.)

Im

2) Mund. Subterr. Tom. 1. p. 203. Tem. 2. f. 386.) Siehe i cuRRUs 4. c. 5. 202. 4) Phileſ. Tranſ. Abridę. Tom. P. 386.*) Phil. Tran). N. 48. p. 567. oder Abriat