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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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Betrachtung von der Dunſtkugel der Erde.

448. F.

Des Feuillee:) Regel iſt von des Maraldi ſeiner(445.§) nur darinnen unter-ſchieden, daß er zum Voraus ſetzet, das Queckſilber ſtehe an der Seeflache bey 28 Zell,und falle in 60 Fuß daruͤber, um eine Linie; wenn man noch 62 Fuß boͤher koͤmmt, um2 Linien; noch 64 Juß hoͤher, und alſo zuſammen 186 Fuſß uͤber die Seeſläche, 3 Lin. u ſ. f.daß allemal, wenn das Barometer um eine Linie fallen ſoll, eine Erbedung erfordert wird,die 2 Fuß mehr als die naͤchſt vorhergehende Erhebung betraͤgt. Nach dieſer Regel hatJeuiülee eine große Tafel verfertiget, die ich hier abgekuͤrzet mittheilen will.

Hoͤhe des Queckſilb. Hohe uͤber der Seeflaͤche.28 par. Zoll. 0 pariſ . Fuß.27 4 5 5 N. 85⁵²26 2. 6 199225 2.* 5 342024.. 5« 513523* 5* 4 715022. 0 0 944221 5 5*. 4 1202220 3 5 3 5 1489019. 0.*. 1804618* 2 4 0 2149017*=* 5 3 2522216. N. 209242

Wiewohl aber dieſe Regel mit einigen wenigen Beobachtungen in kleinen Hohen uͤberein-ſtimmet, ſo fehlet ſie doch ganz und gar in großen Hoͤhen; denn der Pik von Teneriffa muͤßte nach dieſer Regel ungefahr 23000 Fuß hoch ſeyn, da ihn des Feuillce eigene Meſ-fung nur 13278 Fuß gab; der pyrenaͤiſche Berg Canigou wuͤrde nach dieſer Regel 14269Fuß hoch,(da auf ihm das Queckſülber bey 20 Zoll 22 Lin. ſtand) und die Meſſung gabihn nur 8646.

449. F.

Es wird der Muͤhe werth ſeyn, daß wir auch den neuen Gedanken des Herrn Da­ niel Bernoulli ) etwas genauer betrachten, den wir ausſuͤßrlicher unterſuchen wollen.Die Gruͤnde, auf denen ſein Verfahren beruhet, vorzuſtellen, wuͤrde uns zu lange aufhal-ten; das hauptſaͤchlichſte koͤmmt darauf hinaus, daß die Federkraft der Luft in einer Ver-haͤltniß ſteht, die aus der Verhaͤltniß der Quadrate der Geſchwindigkeit, mit welcher dieLufttheilchen beweget werden, und cus der einfachen Verhältniß der Dichte zuſammenge-ſetzet iſt. Wie weit ſich dieſe Gruͤnde erweiſen laſſen, will ich hier nicht unterſuchen, weilBernoulli die ganze Regel nur als wahrſcheinlich mitgetheilet hat, ich will nur bemerken,

daß

c Journal des obſerv. Phyſ. T. i. p. 452.& ſuir.% Hydrodyn. Sect. X. f. 26. ſegg