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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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Von der Lange. 143

lioſen ſuͤr die übrigen Oerter ziehen, wie wan aus demjenigen begreifen wird, was vonDeſtinznaung der Langen durch die Sonnenfimſterniſſe ſoll geſaget werden.

628. H.

Man hat noch viele andere Wege ausgedacht, vermittelſt des Mondes und ſeines Standesunter den Fiyſternen, den Unteeſchied der Langen zu entdecken. Einige haben ſolches dadurchgenichet, daß ſie den Ort des Mondes durch Beobachtung gefunden, und die Zeit der Beobachting mit der Zeit in einem andern Mittagskreiſe, fuͤr den Tafeln berechnet ſind, verglichen haben h). Wenn man z. E. den Ort des Mondes des Abends um zehn Uhr durch Meſſung undRechnung unter einem Mittagskreiſe beſtimmet hat, deſſen Abſtand vom pariſer Mittagskreiſe man wiſſen will, ſo vergleicht man dieſe Zeit mit derjenigen, zu der nachCaſſinis Tafeln,(die ſuͤr den Mittagskreis der Sternwarte berechnet ſind), der Monddieſe Stelle in ſeiner Bahn einnehmen muß. Wenn nun der Mittagskreis, unter wel-chem die Beobachtung geſchiept, 15 weſtwaͤrts von dem Mittagskreiſe der Sternwarteliegt, ſo wird man finden, daß der Mond dieſen Ort des Abends um u Uhr nach derZeit der Sternwarte hat. Dieſe Art ließe ſich auch zur See gebrauchen, wenn man ſehrricheige Mond staſeln hatte, daran Halley lange Jahre gearbeitet hat à), und die nachgchends wiederum Wright), und unlaͤngſt der große Malhematicus BernhardEuler 2), verbeſſert haben, ſie ſind aber noch ſo vollkommen nicht, daß man ſich, ſelbſtauf dern Lande, vollkommen auf ſie verlaſſen duͤrfte). Wollte man aber des MondesDrtcuf der See genau beſtimmen, ſo ließe ſich dazu durch Hadleys Octanten, nach ſeinerjekigen Verbeſſerung 4), oder durch Newrons), der Abſtand des Mondes von zweenFipſternen beſtimmen, deren Stellen ſehr genau bekannt ſind, die Bewegung des Mendesiſt aber ſo ſchnell, daß man bepde Entſernungen in einem Augenblicke meſſen mußte.Andere Arten, die Langen vermittelt des Mendes zu finden, uͤbergehe ich jetzo; man kannkann ſie beym Ricciolius leſen G), ſie ſetzen aber alle zum voraus, daß der Ort desMondes außerhalb der Conjunction und Oppoſttien mit der Sonne, ſchaͤrfer kann berechnet werden, als man noch aus den jetzigen Tafeln zu thun im Stande iſt.

§. 629.

) S Lealbetter Uranoſeopis, p. 139. ſeq.

* Puiloſ. Trans. Abridg. by Aeid. und Crau,Vol. 6. P. I. p. 35 etc.

) New and correct Tables of Lunar Mo-tions.2) Opuſe. T. I. p. 137 ſequ.*(Dahin ziele! die Bemuͤhungen der neuernMathematikverſtaͤndigen ab, die Bewegungdes Mondes genauer kennen zu lernen, diedeswegen, weil Erde und Sonne ihn zualeichanziehen, unregelmäßiger wird, und ihre Unre-gelmäßigkeiten genauen Beobachtern wegen der

Näße des Mondes weniger verbirat, als beyentferntern Himmels koͤrpern geſchehen koͤnnte.Hierber geboͤret des Herrn Clair aut Schrift,welche den Preis bey der Kaiſ.Peterb. Akad. 1750.erhalten hat, und darelbſt 1752 franzoͤſiſch ge-drucket iſt. Herr Eulero Theoria Lnae, Herrd' Alembert Rechee ches ſur le Siſteme du mon-de, und Herr Maiers Bemüdunden, in Comm.Soc. Reg. Götting. T II. III K.]

a. Phi oſ. Trans. N. 420 p. 147 ete.

5) Fhiloſ. Trans. N. 465. p. 155. ete.

) Geogr. Ref. L. 8. C. 59.