Prüfung des Reiohenbach’scken Meridiankreises.
247
7
Pegasi . . . ;
— 0(072
3
a Librae . .
— 0*061
cc
Arietis ....
— 0,057
o
K „
— 0,038
cc
Ceti .
— 0,135
Ci
Coronae . . .
— 0,012
a
Tauri ....
+ 0,038
cc
Serpentis . .
— 0,019
ce
Aurigao . . .
+ 0,043
Ci
Scorpii . . .
— 0,198
ß
Orionis . . .
+ 0,026
Ci
Heroulis . . .
+ 0,035
ß
Tauri ....
4- 0,068
et
Ophiucki . .
+ 0,090
«
+ 0,120
Ci
Lyrae ....
+ 0,044
cc
Canis maj. .
+ 0,020
7
Aquilae . . .
+ 0,011
Ci
Geminorum .
+ 0,113
Ci
ff ...
— 0,005
u
Canis min. .
+ 0,103
ß
*1 ...
— 0,031
ß
Geminorum .
+ 0,053
i
a Capricorni
— 0,079
«
Hydrae . . .
+ 0,164
2
— 0,135
Ci
Leonis ....
+ 0 121
a
Cygni ....
+ 0,023
ß
n ....
— 0,0<>!>
a
Aquarii . . .
— 0,065
ß
Virginia . . .
+ 0,030
cc
Piscis austr.
— 0,235
cc
f f ...
— 0,020
cc
Pegasi ....
— 0,046
Ci
Bootis ....
+ 0,044
cc
Amlromedae
— 0,003
Es wird zwar äusserst schwer sein, eine Ueber
1820 Sept.
13.
7 1 ‘29 m 52*37
1821 M
Irz 23.
7 h 29"’52*45
15.
52,32
24.
52,64
Dec.
30.
52,58
25.
52,63
1821 Febr.
8.
52,49
26.
52,50
9.
52,69
29.
52,56
11.
52,54
30.
52,59
13.
52,57
31.
52,33
27.
52,32
i Im Mittel 7 h 29 m 52(494 oder nur 0*093 grösserals meine Bestimmung für 1815, so dass die Richtig-| keit der früheren Angabe hierdurch bestätigt wird,j Auch glaube ich, dass die von Pond angewandte Me-I thode vor einem beständigen Fehler bei gegenüber-| stehenden Sterngruppen nicht ganz schützt; nach dieserMethode wird nämlich ein Stern mit dem Mittel ausI allen an demselben Tage beobachteten, nach dem Maske-lyne’scheu Cataloge berechneten Uhrständen reducirt,
Stimmung in den einzelnen Hunderttheilen der Zeit-secunde herbeizuführen, und bei der Hälfte der Sternesind die Unterschiede kleiner als 0(05; allein dass dieseUnterschiede sämmtlich aus zufälligen Beobachtungs-fehlern entstanden sein sollten, ist höchst unwahrschein-lich. Auch zeigt sich in ihrem Gange eine Regel-mässigkeit, denn in der Umgebung des « Canis min.herrscht das Positive deutlich vor, und bei den süd-lichen Sternen das Negative.
Der erste Unterschied würde sich erklären, wennin meinem Oataloge a Canis min., welcher Stern einVergleichungspunkt für andere ist, unrichtig und zwarein Zehntel-Secunde zu klein, bestimmt wäre. Diesesist zwar unwahrscheinlich, indem dieser Bestimmung75 Beobachtungen zum Grunde liegen; allein es lässtsieh auch nicht leugnen, dass die 12 Stunden von ein-ander entfernten Sterne gerade die grössten Schwierig-keiten darbieten, theils wegen des Ganges der Uhren,theils wegen der Einwirkung der Tageswärme auf dieAufstellung der Instrumente. Ich habe zwar in meinerAbhandlung über den Fmulamental-Catalog | Abh. 8GJData angeführt, welche die Richtigkeit der Bestimmungbestätigen, allein dennoch war mir die Gelegenheit zueiner neuen Prüfung, welche die vorzügliche Güte derneuen Aufstellung und die bewunderungswürdige Regel-mässigkeit der Repsold 'schen Uhr mir darboten, sehrwillkommen. Ich habe daher 25 bisher gelungene Beob-achtungen reducirt, und für 1820 gefunden:
182» Mürz 22. 7>‘29"’52(70
Juni 23. 52,37
Juli 28. 52,37
30. 52,44
Aug. 5. 52,52
1820 Aug. 8.
20 .
Sept. 8.0 .11 .
7 11 2!) 111 52*4452,(1252,4752,4052,44
und der dadurch entstandene neue Catalog in Beziehungauf die Nachtgleichen orientirt. Diese Methode würdestreng richtig sein, wenn an jedem 'Page alle 3G Sternebeobachtet würden; allein da weit mehr Tage Vorkom-men, wo die Sterne in einer Gegend allein, als wo siemit den gegenüberstehenden zugleich beobachtet wer-den, so ist es klar, dass ein in dieser Gegend statt-lindender Fehler nur zum Theil verschwinden kann;desto weniger, je häutiger die Sterne in der als fehler-haft angenommenen Gegend Vorkommen, weil dadurchder Fehler ein grösseres Uebergewicht erhält. DaPond’s Angabe auf 151 Beobachtungen mit einem aus-gezeichneten Instrumente, von einem eben so ausgezeich-neten Astronomen gemacht, beruht, und auch meineBestimmung unverwerlliche Bestätigungen erfahren hat:so glaube ich in der versuchten Erklärung fast daseinzige Vereinigungsmittel zu sehen.
Der andere Unterschied beider Verzeichnisse, dassnämlich die südlichen Sterne bei Pond merklich klei-nere Rectascensionen haben als bei mir, scheint voneinem constanten Fehler in der Aufstellung eines derbeiden Mittagsfernröhre herzurühren. Dieser Unter-schied spricht sich in der Vergleichung sehr bestimmtaus und steigt bei « Piscis austr. bis auf 0*235; erkönnte in einer Biegung oder in einer unrichtigen Be-stimmung der Collimation (vielleicht durch jene veran-lasst) seinen Grund haben, indem hierdurch eine fehler-hafte Reduction auf den Meridian entstehen muss.Nimmt man an, dass das Mittagsiernrohr einen gröss-ten Kreis beschreibt, so hat ein Fehler der Collimation= Je auf die Reduction den Einfluss Je tg(45°—-JA),vorausgesetzt, dass man die Verbesserungen durch denPolarstern bestimmt; dieser Fehler der Collimation