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Zweiter Band. III. Theorie der Instrumente. IV. Stellarastronomie. V. Mathematik.
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Ueber die Theorie der Zahlenfacultäten.

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a'\ r f

« m|r = - -r (fl -f- i' r ) m { 1 + «

(a + mr) V J l «

a H-r == ^ . r+^ r (a+ ^-),» (l_ a(o + r)*!' v 1 1 l <

9.

Die im 6. Art. gegebene Bedingung der Statthaf-tigkeit der Reihenentwickelungen gibt die Grenzen, überwelche (14) und (16) nicht ausgedehnt werden dürfen.So oft in (5) und (7) im Zähler oder Nenner ein Fac-tor = 0 wird, wird der Logarithme der Facultüt unend-lich gross; so oft der Factor 0 nur im Nenner vorkommt,wird die Facultät selbst unendlich gross. Nimmt mandieses mit dem Umstande zusammen, dass die Entwickel-ungen richtig sind für r = 0, und dass r allenthalben nurals positiv vorausgesetzt ist: so fliessen daraus folgendeBedingungen, unter welchen die Entwickelungen in nachPotenzen von fortgehende Reihen nur stattfinden:

1. l(«l') ; a positiv und a > mr

2. l(fl n l); «positiv und a>(m1 )r

3. a m l r ; a positiv und a > mr

4. a m l~ r ; a positiv.

Diese Bedingungen ergeben sich leicht aus (5) und {!).Wäre z. B. im ersten Falle a negativ und a < mr,folglich a -|- mr < 0 oder negativ, so würde irgendwozwischen 0 und dem angenommenen Werthe der Diffe-renz ein r existiren, welches die Factorena -{- kr oder a -f- mr -f- kr,wo k eine ganze positive Zahl bedeutet, verschwindenlassen würde; dieses darf aber nicht sein, wenn dieReihe stattfinden soll.

Wollte man die Ausdrücke (6) und (8) in Reihenentwickeln, sowie die im vorigen Art. vorkommenden

nach Potenzen von fortgehend, so würden diese Reihen

nur richtig sein, oder den Ausdrücken wirklich ent-sprechen können für

a m l r , wenn a negativ

a m wenn a negativ und a < mr.

Es lassen sich die Reihenentwickelungen der ver-schiedenen Ausdrücke des 3. Art. nun unter eine nichtuninteressante Uebersicht bringen. Man hat nämlich aus

^5) .«" |r = «" (1 + ß "(f) S+ etc -j

(7). . a m l~ r =

~+ «' + etc.

+ t r 1 \a + ir/ 1

I + «'(-T- -V etc.

+ i r 1 \a + i r/

i

.-«v+«tv)-«"(v)'+*.

positiv

negativ

(6) . . «'"!' = a 11 + o: ^"(-j) + etc -|

(8) . . a n '- r = a m |l « ^ «" + etc. j

Damit aber diese Reihen wirklich den Ausdrücken desdritten Artikels entsprechen, ist es, wie gezeigt wor-den, nothwendig, dass bei der

ersten a und a -f- wr]zweiten a J

dritten a * 1

vierten a und a mr Jsind; ist dieses nicht der Fall, so ist die Uebereinstimm-ung mit den erwähnten Ausdrücken nicht mehr noth-wendig. Die Entwickelungen selbst zeigen nun, wasaus den Reihen wird, wenn die ihnen zum Grunde lie-genden Bedingungen überschritten werden: nimmt man

i» «Ho» « ( 5 $W ). 0 » di, ("«/;£) ...f

{(6) und (7)} zu en tspi'eclien und verwandeln sich da-gegen in die aus { ( ( g)} folgenden.

10 .

Diese Bemerkungen enthalten den Grund der von

Khami> § 40 u. s. w. gefundenen Widersprüche.Gleichung

<+>*

Die

tga; jr

( x)

il-

und indem (G) von (7) und (8) von (5) nur dadurchverschieden sind, dass r verschiedene Zeichen hat,folgt aus

selbst ist dem bekannten Ausdrucke der Tangente durchihre Factoren conform; denn sie wurde aus diesem durchOperationen hergeleitet, die dieselben sind, aus welchensich die Bedeutung der Facultäten erklärte; sie lässtsich daher nach (5) und (7) wieder in dieselben Fac-toren zerlegen. Auch die Reihenentwickelungen desZählers und Nenners sind an sich richtig; jedoch ge-hört die zweite, indem hier die Basis x negativ ist,nicht zum Ausdrucke (7), sondern zu (8), welches, wieaus dem 3. Art. erhellet, keineswegs der ist, den man

sich unter ( a:)^ -1 denken soll. Es ist unmöglich,diese Facultät in eine nach Potenzen von i geordnete

Reihe zu entwickeln, die wirklich (7) entspräche.

Die anscheinende Sonderbarkeit, die darin liegt,dass § 144 und 150 die vorhin auf Widersprüche füh-renden Entwickelungen nun richtig werden, lallt weg,

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