Band 
[Dritter und vierter Theil.]
Seite
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bemerkt Hr. Vsigt doch auch vom Zechsteine, daßGryphiten in ihm vorkommen ").

Der S. >6. erwähnte Bottendorfer Zechstein enthält bisweilen kleine Terebramliren, und so ha«be ich auch erst neuerlich in dem Zechstein bey Obers«dorf (im Sanqerhäuser Nester) zwischen Schacht Bund C kleine gestreifte und perlmutterartig schimmern«dc Terebratuliten im Zechstein gesunden.

Im Mansfeldischcn ist diese Gcbirgsart fast ganzleer von Versteinerungen. Als eine äuserstseltneAus-nähme habe ich nur gehört, daß einmal bey Hettsiädt(hinter dem Kuhgrund, am Schützengraben) Mu-schelversteinerungen mit perlmutterartig glänzendenSchaalen von ^ Zoll Gröse (wahrscheinlich auch Gry«phiten oder Terebratuliten) in derselben gefunden wor-den sind. Eben so hat neuerlich der Herr Obcrbergmei«ster vo» Veitheim und der Herr Bergmeister Erd-mann am Hadeborn bey Hettstädt, in dem dortigenschwarzen Zechstein, Abdrücke von einzelnen kleinen(der Versicherung nach nautilitenahnlichen) Verstei-nerungen kaum von 4 Zoll Durchmesser gefunden.

Man will auch Farrcnkrautabdrücke und Blatt-versteinerungen in dem Zechstein bey Leimbach undHettstädt gefunden haben, welches ich aber sehr be«zweifle; indem hier wahrscheinlich Zechstein mit Tuff«stein verwechselt ist.

Von

**) S. Voigt a. a. V. S. 102.

Man scheint geneigt zu seyn, die Gryphiten für einedie untere Kalkformakion ausscvlieSlich bezeichnendeVersteinerung anzunehmen; dast selbige aber auchim Muschelkalkstein vorkomme, ist schon L. I. S. zg.bemeiklich acmacht worden; vergl. das Maynthalvon Leonkard in dessen Tascbenbuch für die ge-lammt« Mineralogie, Jahrg. l. >807. S. 79.80.