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bräche oder Hütten sind, könnte hingekommen seyn, halt vonW i d m a n n st ä d t e n sie doch nicht für meteorisch, und ichauch nicht, aus folgenden Gründen: i) weil sie keinen NickelcnrhÄt, nach den Untersuchungen, die der Professor Scholzim polytechnischen Institute zu Wien in meiner Gegenwart an-gestellt hat, und zivar nach W o ll a sto n's Verfahren, mitdem wirksamsten Reagens, dein blausauren Eisenkali (oderBlutlauge), welches sich bey Gegenversuchen mit Hinzufügungeiner äußerst geringen und auf andere Art unmerkbaren Quan-tität von Nickel bewährt gezeigt hat, 2) weil das Eisen sprö-der ist, als gewöhnlich das meteorische Eisen; 3 ) weil dasGefüge anders beschaffen ist, als bey andern für meteorisch zuhaltenden Eisenmassen; 4) ivcil die Gestalt der Masse, welcheich bey Herrn von Gado lla sah, nicht so beschaffen ist, wiesie bey einer Meteor-Masse seyn müßte, nähmlich nicht etwamit mancherley Erhöhungen und Vertiefungen, und wie hin-gefloßen, sondern mit ziemlich geraden beynahe einen rechtenWinkel mit einander machenden Flächen, ungefähr so, wie dieangeblichen Stücke der Groskamsdorfer Masse in Freyberg undin Dresden , welche indessen kein solches krystallinisches Gefügezeigen. Der Kohlenstoff, welchen Professor Scholz darin ge-funden hat, scheint auch nichr für einen meteorischen Ursprungzusprechen, wiewohl manche Meteor-Massen doch auch etwasdavon enthalten. Von schlackiger Substanz ist nichrS daran zubemerken. Sehr merkwürdig ist die Masse immer wegen ihresGefüges, das wohl schwerlich möchte durch Kunst in der Artnachzuahmen seyn. An einigen kleinen Bruchstücken, welchemir den, Hammer abgeschlagen waren (welches bey Meteor-Ei-sen sich nicht würde haben thun lassen), zeigt sich der Bruchmuschlich. ,
Von einer in der Gegend von Bitburg , nördlich vonTrier , gefundenen, und wahrscheinlich für immer verloren gegan-genen großen Eisenmaffe, hat mir der Ober-Bergamts-'Assessorund Professor der Mineralogie, Nöggerath, in Bonn , dieNachrichten gefälligst mitgetheilt, welche der Landrath S i-in 0 n in Bitburg dem dortigen königlichen Ober-Vergamte aufgeschehene Anfrage unter dem 10. December 1817 gemeldethatte. Bey der Albacher - Mühle, unweit des Kyllflusses, und
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