Band 
Ueber Feuer-Meteore, und über die mit denselben herabgefallenen Massen.
Seite
363
JPEG-Download
 

5 Ö 5

Memoires sur lFgypte, und aus diesen in Gilbert's An-nalen, B. 5 o, S. 297, angeführt sind.

io 56 » oder im Jahre 5 o 5 der Armenischen Zeitrechnung,sah man in A r m e n i e n vor Sonnenaufgang, bey sehr heiteremHimmel, die Erde nach allen Seiten zu mit rothen, Schneebedeckt, der in der Nacht gefallen war, nach der schon ange-führten Armenischen Chronik von Matthaus Eretz.

11 io, oder im Jahre 559 ber Armenischen Zeitrechnung,ereignete sich in Armenien eine sehr merkwürdige Naturbe-gebenheit , wo ein Niederfall von rothem Staube mit einemFeuer-Meteor, und wahrscheinlich auch mit einem Meteor-Steinfalle verbunden war, nach der A r m e n i s ch e n Chr 0-nik v 0 n M att h a us Ere tz (in den Notices et extraitsde la bibliotheque du Boi, tom. IX, p. Zoy). Im Win-ter, in einer sehr dunkeln Nacht, sah man in der Provinz V as-puragan einen feurigen Körper von, Himmel Herabkommen,der, nachdem er sich in seiner ganzen Masse entzündet hatte, mitGetöse schnell in den See Van herabstürzte. Das Wasser wardblutroth, und der Sturz trieb viel Wasser auf die Erde. Manfand am folgenden Morgen viele Fische, wie Haufen Holzüber einander liegen, man bemerkte einen Übeln Geruch, undan mehreren Orten tiefe Risse in der Erde, (wahrscheinlich vonMeteor-Steinen, die man wohl würde gefunden haben, wennman nachgegraben hätte. Wenn in vielen andern Fällen derStaub zerstreut herabgekomme» ist, so fiel er hier als eine zu-sammengeballte Masse nieder, und vermengte sich mit demWasser des Sees.)

1416, rother Regen in Böhmen , 6 Meilen weit und breit,nach S p a n g e n b e r g's M a n s f e l d i s ch e r Chronik.

? Der in der 4"» Abtheilung erwähnte Niederfall lockererMassen bey Roa in Spanien im Jahre 14Z8, könnte viel-leicht auch hierher gehören.

Wahrscheinlich in demselben Jahrhunderte mag sich bey L u-e e r n, die von C y s a t, K i r ch e r und Scheuchzer aus Un-kunde mit einem sehr fabelhaften Anstriche erzählte, und hierschon in der vierten Abtheilung erwähnte Begebenheit ereignethaben, wo man einen feurigen Drachen (ein Feuer-Meteor) willgesehen haben, welcher einen Stein nebst einer Flüssigkeit, wiegeronnen Blut, habe fallen lassen.