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Ueber Feuer-Meteore, und über die mit denselben herabgefallenen Massen.
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iS 36 , den 3 . December in der Nacht, ist bey Äerden<im Hannöverischen) eine theils blutrothe, theils schwärzlicheSubstanz niedergefallen, wobey inan das Feuer-Meteor unddas damit verbundene Getöse mag für Blitz und Donner ge-halren haben. Die Nachricht davon, welche ich einem meinerachtungswürdigsten Freunde, dem Herrn Doctor Deneken,Rathsherrn in Bremen , verdanke, ist von Heinrich Salo-mons, damahligen Rathsherrn in Bremen , der auch zu ver-schiedenen Gesandtschaften gebraucht worden, und im Jahre >697gestorben ist, in seinem Schreib-Kalender niedergeschrieben wor-den, worin er alles, was ihm merkwürdig schien, von 1 568bis aufgezeichnet hat, unter dem Titel: Salomonis anno-tationes calendariae. Er sagt folgendes : » Den 3 . Decem-« der (i 5 Lb) in der Nacht, wo der Frost aufhörte, hat es zu»Verben gedonnert und geblitzt, und ist auf Jost Berends»Deiche, gleich an seiner Planke und Stacket Blut gefallen, wel-» ches so häufig gewesen, daß es eines Fingers Lange tief ins» Eis gefallen ist. Ist unten schwarz gewesen, wie Drasch, hat»auch die Planke verbrannt, als ob es Feuer gewesen. Dieses» Bluc ist auch zu U ch t e n h a u s e n, wo E v e r s v. d. L i n r h» wohnt, gesehen worden.«

(Dervon P e ires c i us gemeldete angebliche Blutregen 1608zu Aix, soll eine Folge von Jnsectenauswürfen gewesen seyn.)

1618, in der zweyten Halste des August, ist der in der viertenAbtheilung weiter erwähnte große Steinniederfall in S t e y e r-m a r k mit einem sogenannten Blutregen, und mit einem Feuer»Meteor verbunden gewesen.

1623, den 12. August zwischen 4 und 5 Uhr, sogenannterBlurregen zu Straß bürg, nachdem man vorher eine finste-re, dicke, rothe oder rauchfarbene Wolke gesehen hatte, nacheinem zu Straßburg 1628 gedruckten Aufsätze von Elias Hab-recht, B c r i ch t v 0 n einer wunderbarenFeuerku»

g e l, S. 4.

1687, kett 6. December, ist von 'Abends um 7 Uhr, bis denfolgenden Tag um 2 Uhr, im Meerbusen von V 0 l 0, imArchipelagus, Staub gefallen, der zwey Finger hoch ge-legen hat, und vom Schiffsverdeck weggeschaufelt werden muß-te. Der Schiffer, welcher davon Bericht erstattete, hatte ein