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Farbe gab ; daß es mit Sauren weniger aufbrauste; daß esdurch Hitze mehr an Gewicht verlohr; daß es mehr Kieselerdeenthielt, und mehr Thonerde und Eisen. (Er glaubt, daß dieziegelartige Erde, welche Hörner auf der vulkanischen InselNukahiwa gefunden hat, etwas ähnliches sey, und daß derStaub erwas von Meteor-Steinen ganz verschiedenes sey;er muß also wohl nicht gewußt haben, daß zugleich, nach demangeführten Bericht in der Libliorliäizue britannique, beyEutro Meteor-Steine gefallen sind. Seiner Meinung nach sollder Wind diesen Staub aus Afrika herübergeführt haben, worinman ihm nicht beystimmen kann). Nach dem Berichte von L i*ini f f i o aus T o lm e z z o in F r i a u l fiel dort auf den Ber-gen in der Nacht vom »3. März röthlicher Schnee, 2 bis 3Finger dick, der bey dem Schmelzen einen thonartigen Boden-satz gab. F a b r 0 n i hat auch Bemerkungen über den zu der-selben Zeit zu Arezzo in Toscana gefallenen rothen Schneein den Annales de Chimie , tome 83, p. 146 , bekanntgemacht. Am i3. März, als der Boden fast schon ganz mitSchnee bedeckt war, fiel eine neue Quantität rother oder roth-gelblicher Schnee, von 9 Uhr Abends bis den folgenden Tag,am stärksten des Morgens um 3 Uhr. In der Nacht sah manBlitz? (welches wohl eine dafür gehaltene Feuererscheinung wirdgewesen seyn); es war starker Nordwind, und in den Zwi-schenrauinen horte man immerfort ein dumpfes, gleichförmigesGetöse, wie ein Meeressturm in der Ferne. (Hieraus sieht inan,daß auch daS in Calabrien angeblich gehörte Brausen des Mee-res in einer Entfernung von mehreren Meilen nichts andersgewesen ist, als das Getöse des Meteors.) Einige wollen (wohlganz richtig) gelbrothe Wolken gesehen haben. Bey dem stärk-sten Falle hörte man s bis 3 Donnerschlägc, (einem Donnerähnliche Explosionen). Der Bodensatz nach dem Zerschmelzen desSchnees war nankingelb, hatte weder Geruch noch Geschmack,war unverbrennlich, hing an der Zunge an, ward vor dem Loth-rohre ockerartig rothgelb, brauste mit Säuren, ward aber da-von mcht aufgelöst. Die Bestandtheile schienen ihm Thonerde,Kalkerde, Eisen, Braunstein und Kieselerde zu seyn, und et-was weniges von einer Materie, die sich verkohlte, und dasWasser verderben machte, der er also deßhalb einen organischen